20 April 2026, 08:17

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Sechs Aktivist:innen verklagt und mit hohen Rechnungen konfrontiert

Eine große Gruppe von Menschen in einem Flughafen, einige sitzen mit Taschen und Papieren, andere stehen, mit Texttafeln und Schaufensterpuppen im Hintergrund, was auf eine Protestaktion hindeutet.

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Sechs Aktivist:innen verklagt und mit hohen Rechnungen konfrontiert

Flughafen Köln/Bonn verklagt sechs Klimaaktivist:innen nach Protesten im Juli und August

Der Flughafen Köln/Bonn hat rechtliche Schritte gegen sechs Klimaaktivist:innen eingeleitet, nachdem es im Juli und August zu zwei Protestaktionen gekommen war. Die Vorfälle führten zu Flugbehinderungen und hohen finanziellen Forderungen sowohl des Flughafens als auch der Airline Eurowings. Die Behörden haben nun Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs erstattet.

Bei der ersten Aktion am 24. Juli sollen sich fünf Aktivist:innen laut Vorwurf auf eine Startbahn geklebt haben. Dadurch kam der Flugbetrieb für drei Stunden vollständig zum Erliegen. Jede der fünf Personen muss nun mit einer Rechnung in Höhe von etwa 4.100 Euro für die verursachten Störungen rechnen.

Am 15. August blockierten zwei weitere Protestierende eine Zufahrtsstraße zu einer Startbahn. In der Folge kam es zu etwa einstündigen Verspätungen. Den beiden werden jeweils knapp 3.250 Euro für ihre Beteiligung in Rechnung gestellt.

Die Flughafenbetreiber behalten sich vor, weitere Forderungen geltend zu machen, und schätzen die vorläufigen Schäden auf rund 125.000 Euro. Auch Eurowings kündigte an, Entschädigungszahlungen einzufordern, und beziffert seine vorläufigen Verluste auf fast 284.000 Euro.

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Die Anklageschriften wurden offiziell beim Amtsgericht Köln eingereicht. Noch steht jedoch nicht fest, ob ein formelles Verfahren eröffnet wird, und ein Verhandlungstermin wurde bisher nicht anberaumt.

Die Proteste haben für die sechs Beteiligten rechtliche Konsequenzen nach sich gezogen. Sowohl der Flughafen als auch Eurowings streben erhebliche Schadensersatzforderungen an, um die finanziellen Auswirkungen der Behinderungen auszugleichen. Das weitere Vorgehen hängt nun vom Ausgang des Gerichtsverfahrens ab.

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