Kino International strahlt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Glanz

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Das Lincoln Theater in Berlin, Deutschland, ein Gebäude mit Glasfenstern und -türen und einer Tafel mit Text darauf, zeigt verschiedene Gegenstände im Inneren und vermittelt den Eindruck einer pulsierenden Stadtlandschaft.Johanna Krüger

Kino International strahlt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Glanz

Das Kino International, ein historisches Lichtspielhaus in Ost-Berlin, hat nach einer umfangreichen 18-monatigen Sanierung wieder seine Pforten geöffnet. Die auf über 10 Millionen Euro veranschlagten Arbeiten sollten das ikonische Design der Mitte des 20. Jahrhunderts bewahren und gleichzeitig die technische Infrastruktur modernisieren. Das Kino wurde 1963 eröffnet und war seitdem Schauplatz von Filmpremieren und Besuchen internationaler Stars.

Erbaut 1961 als Teil der Karl-Marx-Allee, entwickelte sich das Kino Berlin zu einer kulturellen Ikone der DDR. Seit 1990 steht es unter Denkmalschutz und ging 1992 in den Besitz der Yorck Kinogruppe über. Über die Jahrzehnte hinweg war es Austragungsort für DEFA-Premieren und empfing Prominente wie Tilda Swinton, Steven Spielberg und Spike Lee.

Die Sanierung zog sich über 22 Monate hin – deutlich länger als ursprünglich geplant. Die Handwerker verlegten neue Elektroleitungen, installierten eine moderne Klimaanlage und restaurierten den legendären Perlenvorhang mit über 40 Millionen Pailletten. Zudem wurden frühere, nicht originalgetreue Veränderungen am Vorhang korrigiert.

Im Innenraum reduzierte man die Sitzplatzzahl von 551 auf 506, um mehr Beinfreiheit zu schaffen. Die Reihenanzahl sank von 20 auf 18, was den Komfort für die Besucher erhöht. Weitere Aufwertungen in den Nebenbereichen schlugen mit über 5 Millionen Euro zu Buche.

Den Auftakt der Wiedereröffnung bildet am 26. Februar eine Vorführung von Marty Supreme. Die offizielle Neueröffnung ist für den 3. März terminiert.

Mit der Sanierung ist die Zukunft des Kino Berlin gesichert, ohne dass sein historischer Charme darunter leidet. Dank modernisierter Technik und restaurierter Prunkstücke bleibt das Haus ein zentraler Treffpunkt für Filmliebhaber. In den kommenden Wochen werden wieder regelmäßig Vorführungen und Veranstaltungen stattfinden.