Känguru-Chili in Münchner Mensa sorgt für Furore – doch bleibt es eine Ausnahme?

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Drei Fleischstücke auf einem Bananenblatt, umgeben von grünen Blättern mit einer Wand im Hintergrund.Johanna Krüger

Känguru-Fleisch im Universitäts-Café findet nicht bei allen Anklang - Känguru-Chili in Münchner Mensa sorgt für Furore – doch bleibt es eine Ausnahme?

Erstmals Känguru-Chili in Münchner Mensa – exotische Fleischwahl sorgt für Aufmerksamkeit

In einer Mensa der Universität München wurde erstmals Känguru-Chili serviert – eine ungewöhnliche Fleischwahl, die für Gesprächsstoff sorgte. Das Gericht war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft: Alle 400 Portionen fanden Abnehmer unter Studierenden und Mitarbeitenden. Zwar erhielt das Essen durchweg positive Rückmeldungen, doch die grundsätzliche Haltung der Deutschen zu Kängurufleisch bleibt unverändert.

Die Mensa am Münchner Platz der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hatte das Känguru-Chili kürzlich auf die Speisekarte gesetzt. Serviert mit Basmatireis, traf das Gericht auf großen Zuspruch – sämtliche 400 geplanten Portionen wurden verkauft. Die Gäste zeigten sich zufrieden, und die Universität verzeichnete durchweg lobende Kommentare.

Ein Reddit-Nutzer teilte die Details des Angebots später online, was leichte Neugier auslöste. Trotz dieses kleinen Erfolgs hat sich Kängurufleisch in Deutschland jedoch nicht durchgesetzt. In den vergangenen fünf Jahren gab es keine spürbare Veränderung in der öffentlichen Wahrnehmung, und von ähnlichen Gerichten in anderen öffentlichen Kantinen oder Einrichtungen wurde nicht berichtet.

Das Thema tauchte 2026 kurzzeitig wieder auf, als es in der TV-Sendung Dschungelcamp zu einer kontroversen Szene kam. Unter dem Schlagwort "Wallaby-Gate" zeigte sich eine starke emotionale Ablehnung gegen den Verzehr junger Kängurus oder Wallabys. Die Teilnehmer äußerten Unbehagen – ein deutlicher Kontrast zur selbstverständlichen Akzeptanz anderer Fleischsorten.

Dass das Känguru-Chili in der Münchner Mensa ausverkauft war, beweist, dass einige Essensgäste offen für neue Proteinquellen sind. Dennoch bleibt das Gericht eine Seltenheit, ohne dass sich ein breiter Trend in der deutschen Esskultur abzeichnet. Die öffentlichen Reaktionen – etwa die TV-Kontroverse von 2026 – deuten darauf hin, dass emotionale Faktoren die Akzeptanz von Kängurufleisch weiterhin prägen.