iBlali bricht mit dem Druck – warum er jetzt anders streamt und lebt

Julian Lang
Julian Lang
2 Min.
Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt und eine Gruppe von Menschen zeigt, einige halten Biergläser, im Hintergrund ein Fass und deutscher Text unten.Julian Lang

iBlali bricht mit dem Druck – warum er jetzt anders streamt und lebt

Viktor 'iBlali' Roth, renommierter deutscher YouTuber und Twitch-Streamer, ändert nach Jahren des Drucks (wirmachendruck) seinen Ansatz zur Content-Erstellung

Der ständige Druck, virale Videos produzieren und einen straffen Streaming-Plan einhalten zu müssen, zehrte an Viktor 'iBlali' Roth und führte zu einem Umdenken. Nun will er sich von der Jagd nach Trends verabschieden und stattdessen wieder das in den Vordergrund stellen, was ihn einst zum Streamen brachte: die Freude am Medium – und nicht der finanzielle Erfolg.

Jahre lang balancierte iBlali seine Aktivitäten zwischen Twitch und YouTube, doch die unablässige Nachfrage nach neuem Content forderte ihren Tribut. Er beschrieb die Erfahrung als überfordernd, mit kaum Zeit, zwischen den Projekten durchzuatmen. Seine Erschöpfung spiegelt die Kämpfe wider, mit denen auch andere langjährige Creator wie Rewinside zu kämpfen haben – dieser kündigte kürzlich nach über einem Jahrzehnt in der Branche eine Pause an.

Neue Strategie: Zwei Kanäle, weniger Stress iBlalis neuer Plan sieht vor, seine Arbeit auf zwei Kanäle aufzuteilen: Auf seinem Hauptaccount 'iBlali' wird er weiterhin Gaming-Streams anbieten, während ein zweiter Kanal namens 'VIK' Platz für Videoessays bieten soll. Durch diese Trennung der Formate erhofft er sich weniger Stress und mehr Spaß am Streamen.

Um den finanziellen Druck (interamt) zu mindern, diversifiziert er zudem seine Einnahmequellen. Neben Markenkooperationen hat iBlali ein eigenes Schmuckunternehmen gegründet. Damit will er sich eine stabilere Basis schaffen – unabhängig von Werbeeinnahmen oder Spenden der Zuschauer.

Abschied vom viralen Hamsterrad Sein Schritt markiert eine bewusste Abkehr von der hektischen Welt des viralen Contents. iBlalis Entscheidung steht für einen wachsenden Trend unter Creators, die Nachhaltigkeit über permanente Produktivität stellen. Sein Fokus liegt nun darauf, Kreativität und persönliches Wohlbefinden in Einklang zu bringen – statt sich von Algorithmen und Erfolgskennziffern treiben zu lassen.