Henkel und LyondellBasell revolutionieren WC-Stein-Verpackungen mit recycelten Bio-Kunststoffen
Luisa KleinHenkel und LyondellBasell revolutionieren WC-Stein-Verpackungen mit recycelten Bio-Kunststoffen
Große Unternehmen treiben nachhaltige Verpackungslösungen voran, während neue Vorschriften in Kraft treten. Eine aktuelle Zusammenarbeit zwischen Henkel und LyondellBasell hat einen Kunststoffkäfig für WC-Steine auf Basis erneuerbarer Rohstoffe hervorgebracht, der aus einer Mischung recycelter und biokreislauffähiger Materialien besteht. Gleichzeitig setzen auch andere Firmen auf innovative Methoden, um CO₂-Emissionen zu senken und die kommenden EU-Recyclingziele zu erfüllen.
Henkel und LyondellBasell haben gemeinsam den Kunststoffkäfig für Henkels WC Frisch/Bref-Klorandsteine neu gestaltet. Die überarbeitete Version ersetzt herkömmliche erdölbasierte Kunststoffe durch LyondellBasells CirculenRenew-Polypropylen (PP), das recycelte und erneuerbare Rohstoffe kombiniert. Diese "Drop-in"-Lösung bietet dieselbe Leistung wie herkömmliche Kunststoffe, reduziert den CO₂-Fußabdruck des Produkts in der Herstellung jedoch um bis zu 44 %.
Das CirculenRenew-Material nutzt einen Massenbilanzansatz und verbindet biobasierte Rohstoffe wie Rückstände aus der Pflanzenölverarbeitung mit mechanisch recyceltem Kunststoff. Seit der Markteinführung hat das Material in der Verpackungs- und Konsumgüterbranche in Europa und Nordamerika an Fahrt aufgenommen, auch wenn großflächige Einsatzzahlen noch begrenzt sind.
Anderswo haben Elopak, Orkla Home and Personal Care und Dow eine neue Kartonserie eingeführt, die zu 30 % aus mechanisch recyceltem Polyethylen und zu 70 % aus biokreislauffähigen Polymeren besteht. Der Wechsel spiegelt die wachsenden Branchenbemühungen wider, Neuware-Kunststoffe durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen.
Auch INEOS Olefins & Polymers am Standort Lavera in Frankreich hat einen Schritt nach vorn gemacht: Das Unternehmen erhielt erstmals Lieferungen von Pyrolyseöl – einem aus Kunststoffabfällen gewonnenen Rohstoff. Damit sollen recycelte Polymere hergestellt werden, um Kunden bei der Erfüllung der EU-Vorgaben zu unterstützen, die bis 2030 mindestens 10 % Recyclinganteil in Lebensmittel-, Medizin- und Sensitivverpackungen vorsehen.
Henkel und LyondellBasell werden ihre neuesten Innovationen im Bereich nachhaltiger Verpackungen auf der K 2025, der internationalen Kunststoffmesse in Düsseldorf, vom 8. bis 15. Oktober präsentieren.
Der Trend zu kohlenstoffarmen Verpackungen gewinnt an Tempo, da Unternehmen vermehrt auf recycelte und biobasierte Materialien setzen. Lösungen wie CirculenRenew und pyrolysebasierte Polymere zielen darauf ab, strengere EU-Regularien einzuhalten, ohne die Produktleistung zu beeinträchtigen. Diese Entwicklungen deuten auf einen grundlegenden Wandel der Branche hin – weg von herkömmlichen, hin zu nachhaltigeren Produktionsmethoden.






