Günther Jauch kauft Loriots historisches Haus am Starnberger See
Günther Jauch hat das historische Seegrundstück des legendären deutschen Humoristen Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, erworben. Das Anwesen liegt am Starnberger See, wo Loriot einst lebte und einige seiner berühmtesten Werke schuf. Zwar entstanden viele seiner Sketche und Filme an anderen Orten, doch das Haus bleibt eng mit seinem Vermächtnis verbunden.
Loriot wurde als Bernhard Viktor Christoph Karl von Bülow in eine mecklenburgische Adelsfamilie geboren, deren Wappen einen goldenen Pirol zeigte – den Vogel, der später sein Künstlername wurde. Seine Karriere umfasste mehrere Jahrzehnte: In den 1950er-Jahren begann er mit humoristischen Büchern wie Der unentbehrliche Ratgeber für die Gesellschaft und Glücklich verführt: Zwei Experten verraten 20 erprobte Liebestricks. In den 1980er- und 90er-Jahren wandte er sich dem Film zu und drehte Ödipussi (1988) sowie Pappa ante Portas (1991), beide mit Evelyn Hamann in der Hauptrolle.
Viele von Loriots bekanntesten Szenen entstanden fernab seines Hauses am Starnberger See. Der Sketch Ödipus (1981) spielte im Münchner Café Luitpold, das noch heute existiert. Für Pappa ante Portas dienten unter anderem das Axel-Springer-Hochhaus in Berlin als Kulisse – hier wurde die Entlassung Heinrich Lohses gedreht – sowie das Kurtheater in Feldafing, wo zentrale Szenen entstanden. Die Geburtstagsfeier von Renate Lohses Mutter fand auf dem Ahlbecker Pier auf Usedom statt, während der Speiseraum der Familie Lohse – wenn auch ohne die Figur Dieter – sofort wiedererkennbar bleibt.
Jauchs Kauf folgt seinen früheren Engagements für den Erhalt kultureller Denkmäler, etwa seiner Unterstützung bei der Restaurierung des Marmorpalais in Potsdam. Seine Bewunderung für Loriots Humor könnte die Entscheidung für den Erwerb des Anwesens mitgeprägt haben.
Der Verkauf sichert die Zukunft eines Hauses, das mit einem der beliebtesten Komiker Deutschlands verbunden ist. Zwar entstanden Loriots Filme und Sketche an verschiedenen Orten, doch sein Haus am Starnberger See bleibt ein Symbol für sein schöpferisches Wirken. Durch Jauchs Besitz ist der Erhalt dieses Stücks Kulturgeschichte gewährleistet.