GTime verteidigt 4.800-Euro-Gehalt für seinen Editor – und löst eine Debatte aus

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Ein Cartoon-Mann in einem blauen Hemd steht selbstbewusst vor einer Tafel, auf der ein Diagramm und der Text "Das Netzwerk ist mächtiger als der Knoten etc." zu sehen sind.Johanna Krüger

GTime verteidigt 4.800-Euro-Gehalt für seinen Editor – und löst eine Debatte aus

Deutscher Twitch-Streamer GTime gewinnt rasant an Popularität – doch aktuell dreht sich die Diskussion um das Gehalt seines Editors

Enno, der Editor von GTime, erhält ein festes Monatsgehalt von 4.800 Euro zuzüglich der Hälfte der Einnahmen des YouTube-Kanals. Dieses Modell hat in der Online-Community eine Debatte über faire Bezahlung für die Editoren von Content-Creatorn ausgelöst.

Der Streit begann, als Nutzer auf TikTok – darunter auch der Twitch-Streamer gTasty – GTimes Bezahlstruktur für Enno kritisierten. GTime konterte mit der Frage, ob gTasty überhaupt verstehe, wie man Mitarbeiter wertschätzt und behandelt. Zudem verteidigte er Ennos Vergütung und betonte dessen Engagement und Leidenschaft als zentrale Gründe für die großzügigen Konditionen.

Das Problem ist kein Einzelfall. Bereits früher geriet der Streamer Papaplatte in die Kritik, weil er seinen damaligen Editor unterbezahlt hatte. Später räumte er seinen Fehler ein und versöhnte sich mit dem Betroffenen. Ein YouTuber bezeichnete den Fall Papaplatte als Teil eines größeren Problems, bei dem unfaire Bezahlpraktiken Content-Creatorn finanziell schaden.

Offizielle Daten zu durchschnittlichen Editoren-Gehältern in der deutschen Streaming-Szene gibt es zwar nicht, doch die üblichen Honorare für Freelancer liegen zwischen 2.000 und 5.000 Euro monatlich. Erfahrungsberichte deuten auf leichte Steigerungen hin, bedingt durch die wachsende Nachfrage auf Plattformen wie Twitch und YouTube. Dennoch bleibt die Diskussion über faire Bezahlung, Gehaltsgrenzen und Vergütungsstandards unter Creatorn und ihren Teams umstritten.

GTimes Verteidigung von Ennos Gehalt spiegelt eine wachsende Debatte über die Bezahlung von Editoren in der Branche wider. Die Diskussion knüpft an frühere Kontroversen an – etwa den Fall Papaplatte – und unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich fairer Löhne. Bislang bleibt die Frage ungeklärt, was als angemessene Vergütung für redaktionelle Arbeit gilt – die Meinungen dazu gehen weit auseinander.