10 May 2026, 06:16

Grüner Stahl: Wie Wasserstoff die deutsche Stahlindustrie revolutioniert

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" verkündet und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Grüner Stahl: Wie Wasserstoff die deutsche Stahlindustrie revolutioniert

Deutschlands Stahlindustrie stellt auf grüne Produktion um, um CO₂-Emissionen zu senken

Die deutsche Stahlbranche setzt zunehmend auf umweltfreundlichere Produktionsverfahren, um ihren Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Kern des Wandels ist der Ersatz von Kohle durch Wasserstoff in zentralen Prozessen – erste Großprojekte sind bereits in der Umsetzung. Eines der ambitioniertesten Vorhaben entsteht in Duisburg, wo Thyssenkrupp Steel die Transformation vorantreibt.

Der Stahlsektor ist derzeit für rund 8 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Herkömmliche Hochöfen basieren auf Kohle, doch moderne Verfahren wie die Direktreduktion ermöglichen den Einsatz von Wasserstoff oder Erdgas. Damit lassen sich die Emissionen im Vergleich zu klassischen Methoden bereits halbieren.

Das Projekt „tkH2Steel“ von Thyssenkrupp Steel in Duisburg gilt als Leuchtturm der Branche. Das Unternehmen betreibt am Standort Europas größtes Industrieareal, produziert jährlich 10 Millionen Tonnen Stahl und beschäftigt 13.500 Mitarbeiter. Die neue Direktreduktionsanlage wird täglich 400 Tonnen Wasserstoff benötigen, um 2,5 Millionen Tonnen Eisen herzustellen.

Durch den Einsatz von grünem Wasserstoff könnte die Stahlproduktion die nationalen CO₂-Emissionen um 28 Tonnen pro eingesetzter Tonne Wasserstoff verringern. Spätestens bis 2045 soll die komplette Umstellung auf klimaneutrale Produktion gelingen – vorausgesetzt, Wasserstoff steht in ausreichenden Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung.

Die deutsche Stahlindustrie erzeugt insgesamt 40 Millionen Tonnen Rohstahl pro Jahr. Der Wechsel zu wasserstoffbasierten Verfahren markiert einen entscheidenden Schritt, um die Umweltbelastung zu verringern.

Grüner Stahl gewinnt an Fahrt – Wasserstoff als Schlüssel Der Wandel hin zu klimafreundlicher Stahlproduktion nimmt Fahrt auf, wobei Wasserstoff eine zentrale Rolle spielt. Das Duisburger Projekt von Thyssenkrupp setzt Maßstäbe für die gesamte Branche. Gelingt die Umstellung, könnte sie die Emissionen deutlich senken – ohne dass die Produktionsmengen leiden.

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