Großrazzia in NRW: 100 Kontrollen gegen illegale Beschäftigung und Klankriminalität
Julian LangGroßrazzia in NRW: 100 Kontrollen gegen illegale Beschäftigung und Klankriminalität
Behörden in Nordrhein-Westfalen führen großangelegte Kontrollen an Nikolaustag durch
Um illegale Beschäftigung und klanbezogene Kriminalität zu bekämpfen, haben die Behörden in Nordrhein-Westfalen am Vorabend des Nikolaustags eine großangelegte Razzia durchgeführt. An der Aktion waren Zollbeamte, Polizei und Ordnungsdienste in mehreren Städten und Kreisen beteiligt. Über 100 Personen wurden in Cafés, Shisha-Bars und anderen Lokalen überprüft, die im Verdacht standen, gegen Arbeitsrecht zu verstoßen.
Die Razzia wurde vom Hauptzollamt Krefeld koordiniert und konzentrierte sich auf Betriebe in Krefeld, Mönchengladbach, Viersen und im Rhein-Kreis Neuss. Die Kontrolleure durchsuchten Cafés, Shisha-Bars, Spielhallen, Kioske und Diskotheken. Ziel war es, illegale Beschäftigung, Scheinselbstständigkeit sowie die Vorenthaltung von Mindestlohn oder Sozialabgaben aufzudecken.
Im Rahmen der Aktion wurden 111 Personen zu ihren Arbeitsverträgen befragt. Zwei Personen wurden festgenommen, nachdem gegen sie Haftbefehle vorlagen. In Krefeld nahm die Polizei drei Menschen in einem Café vorläufig fest, weil sie keine gültigen Aufenthaltstitel besaßen.
Die Kontrollen förderten zahlreiche Unregelmäßigkeiten zutage: In 29 Fällen fanden die Beamten erste Hinweise auf Verstöße, die nun weiter geprüft werden. Sechzehn Beschäftigte gaben an, keinen Lohn erhalten zu haben, in sieben Fällen wurde der Verdacht auf Mindestlohnverstöße geäußert. Fünf Betriebe hatten vorgeschriebene Meldungen nicht vorgenommen.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme mit illegalen Arbeitspraktiken in der Region. Zoll und Polizei werden die 29 auffälligen Fälle nun eingehend untersuchen. Die Behörden betonten erneut ihr Engagement, Schwarzarbeit und damit verbundene Straftaten konsequent zu verfolgen.






