10 May 2026, 10:14

Großrazzia in Duisburg: Zoll und BKA gehen gegen Steuerhinterziehung vor

Menschen mit einem Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnenstangen unter einem bewölkten Himmel.

Großrazzia in Duisburg: Zoll und BKA gehen gegen Steuerhinterziehung vor

Zollbeamte in Duisburg führen Großrazzia durch

Am 6. Dezember 2024 haben Zollfahnder in Duisburg eine großangelegte Kontrollaktion durchgeführt. Die Razzia erstreckte sich auf Betriebe in Duisburg, Oberhausen und Essen und wurde von Polizei und lokalen Behörden unterstützt. Mehr als 70 Beamte waren im Einsatz, um Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigung zu bekämpfen.

Im Fokus standen vor allem Gastronomiebetriebe wie Kioske, Shisha-Bars und Cafés. In Marxloh wurde in einem Café eine Spielkonsole für illegale gewerbliche Zwecke genutzt, die beschlagnahmt wurde. In einem anderen Lokal in Mittelmeiderich lief ein Glücksspielautomat mit illegaler Software, der ebenfalls sichergestellt wurde.

Die Zollbeamten arbeiteten dabei mit der Bezirksregierung Düsseldorf zusammen und banden erstmals auch Kräfte des Bundeskriminalamts (BKA) ein. Die Kontrollen konzentrierten sich auf die Steueraufsicht, Schwarzarbeit und die Einhaltung des Arbeitsrechts. Bei fast 80 Fällen gab es aufgrund unplausibler Unterlagen Verdachtsmomente, die weitere Ermittlungen erfordern.

Die Aktion reiht sich in eine Serie strenger Kontrollen des Duisburger Zolls ein. Allein 2023 leitete die Behörde rund 5.900 Ermittlungsverfahren ein, bei denen ein finanzieller Schaden von insgesamt 9 Millionen Euro aufgedeckt wurde. Gerichtliche Folgen dieser Fälle waren Geldstrafen von über einer Million Euro sowie Haftstrafen von insgesamt mehr als 30 Jahren.

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Die Razzia vom 6. Dezember unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Geschäftspraktiken in der Region zu bekämpfen. Die Behörden werden die 80 auffälligen Fälle auf mögliche Verstöße prüfen. Die Einbindung des BKA deutet auf eine verstärkte Vorgehensweise gegen Finanz- und Arbeitsdelikte hin.

Quelle