Großrazzia deckt massenhafte Arbeitsrechtsverstöße in NRW auf
Großrazzia in Köln, Bonn und Leverkusen: Über 100 Beamte prüfen Verstöße gegen Arbeitsrecht
Am 13. März 2025 haben mehr als 100 Kontrollbeamte in Köln, Bonn, Leverkusen und den umliegenden Kreisen eine großangelegte Überprüfung durchgeführt. Im Fokus standen Betriebe, die im Verdacht stehen, gegen Arbeitsgesetze verstoßen zu haben – darunter illegale Beschäftigung und Lohnbetrug. Die Behörden meldeten anschließend zahlreiche Fälle von Nicht-Einhaltung der Vorschriften.
In Köln allein wurden 13 Unternehmen und 47 Personen überprüft. In Bonn kontrollierten die Beamten fünf Betriebe und 26 Personen. Insgesamt deckten die Ermittler in allen Standorten mehrere Unregelmäßigkeiten auf.
Sechs Fälle wiesen auf möglichen Sozialleistungsbetrug hin. Sieben Beschäftigte arbeiteten illegal, vor allem in Restaurants und Imbissen. Bei weiteren sechs Fällen gab es Hinweise darauf, dass Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung gemeldet waren.
Bei weiteren Kontrollen stellte sich heraus, dass neun Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebene stundenweise Arbeitszeiterfassung nach dem Mindestlohngesetz nicht geführt hatten. In drei zusätzlichen Fällen erhielten Beschäftigte nicht den gesetzlichen Mindestlohn.
Das Hauptzollamt Köln hat die Ergebnisse bestätigt. Bei Rückfragen oder weiteren Informationen kann sich die Öffentlichkeit direkt an die Behörde wenden. Der Sprecher Jens Ahland steht für Fragen zur Aktion zur Verfügung.






