Gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach 48 Jahren mit rührendem Brief zurück
Johanna KrügerGestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach 48 Jahren mit rührendem Brief zurück
Ein gestohlener Bierkrug aus dem Münchner Hofbräuhaus ist nach einem halben Jahrhundert zurückgekehrt
Ein gestohlener Bierkrug aus dem berühmten Münchner Hofbräuhaus ist nach fast 50 Jahren endlich wieder an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. Ein englischsprachiger Tourist, der den Krug 1976 mitgenommen hatte, schickte ihn kürzlich zurück – zusammen mit 20 Euro als verspätete Entschuldigung. Das Geld kommt nun bedürftigen Kindern über eine lokale Hilfsorganisation zugute.
Das Hofbräuhaus teilte die Geschichte auf Facebook, nachdem es das Paket erhalten hatte. Darin befanden sich der lange vermisste Krug, ein Geständnisbrief und eine Spende von 20 Euro für die Initiative Bunte Münchner Kindl. Der unbekannte Tourist gab darin zu, den Krug während eines Besuchs im Jahr 1976 entwendet zu haben.
Dies ist nicht der erste Fall dieser Art: 2020 schickte eine Amerikanerin einen Krug zurück, den sie 55 Jahre zuvor aus dem Biergarten Platzl mitgenommen hatte. Das Hofbräuhaus schätzt, dass es jährlich drei bis vier solche Rückgaben erhält.
Trotz gelegentlicher Diebstähle führt die Brauerei keine Liste der fehlenden Krüge. Zwar gibt es Sicherheitsvorkehrungen, um solche Vorfälle zu verhindern – doch hin und wieder verschwinden über die Jahrzehnte trotzdem ein paar Souvenirs.
Der zurückgegebene Krug reiht sich damit in eine kleine, aber stetige Reihe repatriierter Bierkrüge ein. Die 20-Euro-Spende fließen in die Unterstützung benachteiligter Kinder in München. Das Hofbräuhaus bleibt derweil seiner Tradition treu – es heißt Gäste willkommen und nimmt gelegentlich auch längst verlorenes Eigentum wieder in Empfang.