Tag der Archive 2026: Essen feiert Frauenkulturerbe und Stadtgeschichte
Lina KochTag der Archive 2026: Essen feiert Frauenkulturerbe und Stadtgeschichte
Haus der Essener Geschichte und Stadtarchiv Essen öffnen am Tag der Archive ihre Türen
Am 8. März 2026 öffneten das Haus der Essener Geschichte und das Stadtarchiv Essen im Rahmen des Tags der Archive für die Öffentlichkeit. Der Termin fiel mit dem Internationalen Frauentag zusammen und unterstrich damit die Bedeutung des Gebäudes als FrauenOrt – eine offizielle Stätte des Frauenkulturerbes. Besucherinnen und Besucher konnten sich über die Stadtgeschichte informieren und aktuelle Projekte zur Würdigung historischer Persönlichkeiten kennenlernen.
Der alle zwei Jahre stattfindende Tag der Archive bietet Einheimischen Einblicke in die Archivarbeit und die urbane Vergangenheit Essens. Das diesjährige Programm umfasste Führungen und Ausstellungen, die sich insbesondere mit den Leistungen von Frauen für die Stadt beschäftigten.
Das Haus der Essener Geschichte fungiert als FrauenOrt und erinnert an Nelli Neumann, eine jüdische Lehrerin, die einst in dem Gebäude lebte. Ein Stolperstein am Ernst-Schmidt-Platz bewahrt ihr Andenken. In jüngster Zeit wurde der Fokus auf weitere prägende Frauen ausgeweitet, darunter Äbtissin Mathilde, die im Rahmen der Führungen durch den Essener Domschatz gewürdigt wird, sowie Sophie Brügelmann, die seit 2025 an einem neuen FrauenOrt in Ratingen geehrt wird. Die Themen reichen von Frauenbildung über Führungspersönlichkeiten bis hin zu regionalem Engagement.
Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Eröffnung teil und lobte die Rolle des Stadtarchivs bei der Bewahrung der Essener Erinnerungskultur. Er würdigte das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie lokaler Geschichtsinitiativen, die das kulturelle Erbe der Stadt pflegen.
Die Veranstaltung 2026 verband archivarische Forschung, Frauengeschichte und öffentliche Teilhabe. Das Haus der Essener Geschichte entwickelt sich weiterhin als Ort der Bildung und des Gedenkens. Künftige Programme werden voraussichtlich an der diesjährigen Schwerpunkterweiterung zu historischen Frauenleistungen anknüpfen.