Freie Wähler NRW fordern radikale Reform der Erzieher:innen-Ausbildung mit dualem Studium und besserer Bezahlung
Luisa KleinFreie Wähler NRW fordern radikale Reform der Erzieher:innen-Ausbildung mit dualem Studium und besserer Bezahlung
Die Freien Wähler Nordrhein-Westfalen (FREIE WÄHLER NRW) haben eine Reihe von Forderungen zur Reform der Ausbildung von Erzieher:innen und sozialpädagogischen Fachkräften vorgelegt. Ziel der Vorschläge ist es, sowohl die Qualität der Bildung als auch die Arbeitsbedingungen in diesem Bereich zu verbessern.
Die Partei fordert die Abschaffung des aktuellen, theorielastigen schulischen Ausbildungsmodells für Erzieher:innen und staatlich anerkannte Sozialpädagog:innen. Stattdessen soll ein verpflichtendes duales Studium der Frühpädagogik eingeführt werden, das als bezahlte Berufsausbildung mit Praxisphasen strukturiert ist. Dadurch würden praktische Arbeit und akademisches Lernen kombiniert – und Auszubildende erhielten von Anfang an eine Vergütung.
Die FREIE WÄHLER NRW bestehen zudem auf eine deutliche Senkung der Betreuungsschlüssel, um diese an wissenschaftlich fundierte Empfehlungen anzupassen. Dies würde es dem Personal ermöglichen, sich intensiver um jedes Kind zu kümmern. Darüber hinaus strebt die Partei eine erhebliche Ausweitung der Ausbildungsplätze an öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik an.
Um die fortlaufende Weiterbildung zu gewährleisten, schlägt der Verband eine verbindliche Mindestquote von 25 Prozent für Fortbildungen in allen Kindertageseinrichtungen vor. Diese soll an die Einhaltung qualifizierter Personalschlüssel geknüpft werden. Zudem setzt sich die Partei für einen bundesweiten Ausbau der praxisintegrierten Ausbildung ein, um diese flächendeckend zugänglicher zu machen.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die leistungsorientierte Bezahlung. Die FREIE WÄHLER NRW sind überzeugt, dass dies die Berufsausbildung attraktiver machen und dazu beitragen würde, Fachkräfte langfristig im Berufsfeld zu halten.
Die Reformen würden die Ausbildungsstrukturen grundlegend umgestalten, die Personalschlüssel verbessern und finanzielle Anreize schaffen. Bei Umsetzung könnten sie die frühkindliche Bildung nachhaltig verändern und die seit langem bestehenden Personalengpässe im Bereich der Kinderbetreuung entschärfen.






