Evangelische Kirche im Rheinland plant radikale Sparreformen bis 2030

Julian Lang
Julian Lang
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Ein detailliertes Stadtplan von Heidelberg, Deutschland, das eine bestimmte Kirche mit einer Routenkarte und beschreibendem Text hervorhebt, der ihren Standort und nahe gelegene Sehenswürdigkeiten angibt.Julian Lang

Landessynode diskutiert Millionen-Euro-Sparen bis 2030 - Evangelische Kirche im Rheinland plant radikale Sparreformen bis 2030

Die Evangelische Kirche im Rheinland plant weitreichende finanzielle Reformen, um ihre Zukunft zu sichern. Angesichts eines jährlichen Mitgliederschwunds von etwa 70.000 Menschen drängen die Verantwortlichen auf Kostensenkungen und eine geringere Abhängigkeit von Kirchensteuern. Über die neue Strategie wird diese Woche auf der Landessynode in Bonn abgestimmt.

Die rheinische Landeskirche erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Aktuell umfasst sie 34 Kirchenkreise mit 527 Gemeinden. Doch mit sinkenden Mitgliederzahlen wächst der finanzielle Druck auf die Organisation.

Um gegenzusteuern, will die Kirche bis 2030 mindestens 33 Millionen Euro im Landeshaushalt einsparen. Der vorgeschlagene Finanzplan wird von 184 Abgeordneten des kirchlichen Parlaments während der Synode beraten und zur Abstimmung gestellt. Bei einer Zustimmung würde die Strategie einen grundlegenden Wandel in der Finanzierung der kirchlichen Arbeit einleiten. Thorsten Latzel, der Präses und geistliche Leiter der Kirche, begleitet den Prozess. Als Vorsitzender der Landessynode lenkt er sowohl die rechtlichen als auch die theologischen Belange der Organisation. Das Abstimmungsergebnis wird zeigen, wie sich die Kirche an die schrumpfende Mitgliederschaft anpasst, ohne ihre regionale Präsenz aufzugeben.

Die Entscheidung der Synode wird die finanzielle Ausrichtung der Kirche für das nächste Jahrzehnt prägen. Ein erfolgreicher Beschluss würde erhebliche Haushaltskürzungen und eine verringerte Abhängigkeit von Kirchensteuern bedeuten. Die Ergebnisse werden von den Gemeinden in den vier betroffenen Bundesländern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.