16 March 2026, 06:16

Erzbistum Paderborn verspricht Entschädigungen für Missbrauchsopfer nach emotionalem Treffen

Ein Buch mit Bildern und Texten, das die Geschichte der Katholischen Kirche detailliert, einschließlich Bilder von ihren Räumen, Fluren und erhaltenen Artefakten.

Erzbistum Paderborn verspricht Entschädigungen für Missbrauchsopfer nach emotionalem Treffen

Rund 200 Katholiken versammelten sich diese Woche in Dortmund, um sich mit der Geschichte sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn auseinanderzusetzen. Das Treffen markierte den Beginn einer Reihe von Gesprächen unter der Leitung von Erzbischof Udo Markus Bentz, der Entschädigungszahlungen für Überlebende zusagte.

Zwischen 1941 und 2002 wurden 485 Opfer und über 200 in Missbrauch verwickelte Kleriker im Erzbistum bestätigt. Für den Zeitraum danach gibt es keine weiteren Fälle, die mit Bischöfen oder Geistlichen in Paderborn in Verbindung stehen.

Die Kirche hat bereits Schritte unternommen, um die Vergangenheit aufzuarbeiten. Auf den Gräbern belasteter Bischöfe befinden sich nun QR-Codes, die Besucher zu Details über deren Leben und Fehlverhalten weiterleiten. Bei der Veranstaltung schlug ein Teilnehmer vor, ein Prozent des Erzbistumsvermögens für Entschädigungen und Renten für Überlebende bereitzustellen.

Michael Heltner, der in einem kirchlichen Heim Missbrauch erlebte, forderte sowohl finanzielle Unterstützung als auch Zugang zu psychologischer Betreuung. Erzbischof Bentz versicherte den Teilnehmern, dass Entschädigungen gezahlt würden, während andere einen eigenen Sonntag zur Reflexion über den Skandal forderten. Weitere Treffen sind in den nächsten beiden Tagen in Schmallenberg und Rheda-Wiedenbrück geplant.

Das Erzbistum hat sich zu finanziellen Wiedergutmachungen und einem fortlaufenden Dialog mit den Betroffenen verpflichtet. QR-Codes auf Gräbern ermöglichen nun den öffentlichen Zugang zu Informationen über missbrauchende Geistliche. Die Gespräche werden fortgesetzt, während die Kirche unter Druck steht, den Skandal transparenter aufzuarbeiten.

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