Erster globaler Bericht zeigt dramatischen Rückgang wandernder Tierarten
Luisa KleinErster globaler Bericht zeigt dramatischen Rückgang wandernder Tierarten
Erster Bericht zum Zustand der wandernden Tierarten veröffentlicht
Der erste jemals veröffentlichte Bericht „Zustand der wandernden Tierarten der Welt“ ist erschienen. Er untersucht 1.189 Tierarten, die durch das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (CMS) geschützt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedrohungen für diese Tiere während ihrer jährlichen Wanderungen über Grenzen und Kontinente hinweg immer weiter zunehmen.
Milliarden von Tieren unternehmen jedes Jahr weite Wanderungen, überqueren Länder und sogar ganze Kontinente. Diese Arten tragen maßgeblich zum Erhalt von Ökosystemen bei und leisten unverzichtbare Dienste für die Natur und den Menschen.
Laut Bericht sind 22 Prozent der vom CMS erfassten Arten mittlerweile vom Aussterben bedroht. Bei weiteren 44 Prozent schrumpfen die Bestände. Hauptursache bleiben nicht nachhaltige menschliche Aktivitäten, wobei Übernutzung und Lebensraumverlust die größten Risiken darstellen.
Auch Klimawandel, Verschmutzung und invasive Arten verschärfen den Druck. Darüber hinaus sind 399 wandernde Tierarten bedroht oder nahezu bedroht, stehen derzeit jedoch nicht unter dem Schutz des CMS.
Mehr als ein Fünftel der geschützten wandernden Arten könnte verschwinden. Fast die Hälfte ist aufgrund menschlichen Handelns im Rückgang begriffen. Der Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit, diese Bedrohungen zu bekämpfen, um die globale Artenvielfalt zu bewahren.






