Energiegipfel 2026: Wasserstoff und Dekarbonisierung vereint in Essen
Johanna KrügerEnergiegipfel 2026: Wasserstoff und Dekarbonisierung vereint in Essen
Zwei große Energieveranstaltungen bündeln 2026 erstmals ihre Kräfte
Zum ersten Mal gehen 2026 zwei bedeutende Energieevents eine gemeinsame Plattform ein: Die Hydroverse Convention und der Hy.Summit.Rhein.Ruhr verschmelzen zu einer einzigen Veranstaltung, die am 15. September auf der Messe Essen stattfindet. Die Organisatoren wollen damit internationale Akteure zusammenbringen, die in ganz Europa und insbesondere im Rhein-Ruhr-Gebiet an Projekten zur Energiewende und Dekarbonisierung arbeiten.
Die Hydroverse Convention hat sich längst als paneuropäische Plattform für die Weiterentwicklung von Wasserstofftechnologien und Wertschöpfungsketten etabliert. Der Hy.Summit.Rhein.Ruhr hingegen konzentriert sich auf konkrete Dekarbonisierungsmaßnahmen im industriellen Kernland Rhein-Ruhr. Durch die Zusammenlegung beider Veranstaltungen erhoffen sich die Verantwortlichen eine stärkere Vernetzung von Forschung, Industrie und Politik.
Ein wichtiger Förderer des Events ist André Boschem, Geschäftsführer der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH. Seine Unterstützung unterstreicht die Rolle der Veranstaltung als Katalysator für regionale Energiewendeprojekte. Die gemeinsame Plattform wird zudem Fortschritte aus der Praxis präsentieren – etwa die jüngsten Erfolge von thyssenkrupp Steel in Duisburg. Das Unternehmen sicherte sich Grünstrom-Verträge über insgesamt 230 Gigawattstunden, um die Produktion zu dekarbonisieren, und schloss mit der TSR Group ein Langzeitabkommen für die Wiederverwertung von CO₂-reduziertem Stahl. Zudem erreichte das Warmbandwerk 2 im Duisburger Stadtteil Beeckerwerth kürzlich einen Meilenstein: Seit 1964 wurden dort 250 Millionen Tonnen Stahl produziert – ein Beleg für den industriellen Wandel der Region.
Die fusionierte Veranstaltung bietet Raum für den Austausch über solche Leuchtturmprojekte und soll neue Partnerschaften anstoßen. Aussteller und Teilnehmer werden Innovationen in den Bereichen Wasserstoff, erneuerbare Energien und nachhaltige Industriepraktiken erkunden.
Am 15. September 2026 wird die gemeinsame Veranstaltung aktuelle Dekarbonisierungsbemühungen in den Fokus rücken und neue Kooperationen fördern. Angesichts der jüngsten Erfolge von thyssenkrupp Steel und der breiten Branchenunterstützung will das Treffen konkrete Lösungen für die Energiewende vorantreiben. Die Organisatoren erwarten, dass es sich zu einer zentralen Plattform für die Gestaltung nachhaltiger Industriepolitiken in Europa entwickelt.