Dortmunds radikaler Neuanfang: Brandt, Süle und Özcan müssen gehen
Borussia Dortmund schlägt mit seiner Transferstrategie einen mutigen neuen Kurs ein. Der Verein hat beschlossen, die auslaufenden Verträge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht zu verlängern – alle drei Spieler werden den Klub im Sommer verlassen. Vorstandssprecher Carsten Cramer setzt nach Jahren der Kritik auf einen selbstbewussteren und zukunftsorientierteren Ansatz.
Die Abgänge von Brandt und Süle markieren einen tiefgreifenden Wandel für die Mannschaft. Beide waren über Jahre prägende Figuren, ihr Weggang wird das Team grundlegend verändern. Gleichzeitig steht Emre Can, der sich derzeit von einem Kreuzbandriss erholt, vor einer Vertragsverlängerung.
In den vergangenen Spielzeiten sah sich die sportliche Führung um Lars Ricken und Sebastian Kehl immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert, zu zögerlich zu agieren. Fans und Medien warfen dem Verein vor allem in Vertragsverhandlungen mangelnde Weitsicht vor. Die Kritik verschärfte sich, als man Cans Vertrag verlängerte, während andere Leistungsträger gehen ließen.
Cramer will die aktuelle Umbruchphase nun als Chance nutzen. Statt unter Druck zu reagieren, präsentiert er die anstehenden Personalentscheidungen als Möglichkeit, mit klarer Linie neu aufzubauen. Die Zukunft der Verantwortlichen steht dabei auf dem Spiel – ihre Verträge laufen noch bis 2027. Besonders die Transfers im Sommer 2026 werden genau beobachtet werden.
Eine erste Bewährungsprobe wird die langfristige Bindung von Nico Schlotterbeck sein. Die Vertragssituation des Verteidigers hat oberste Priorität und unterstreicht die Dringlichkeit, mit der die neue Strategie Früchte tragen muss.
Die Vereinsführung steht in der Pflicht, mit dem überarbeiteten Kurs Ergebnisse zu liefern. Cramers Betonung von Mut und Zuversicht muss sich in kluge Verpflichtungen und Stabilität übersetzen. Wie Dortmund das Sommertransferfenster nutzt, könnte die Weichen für die kommenden Jahre stellen.






