Dortmunds Kriminalität steigt 2024 – doch die Aufklärungsquote überzeugt
Johanna KrügerDortmunds Kriminalität steigt 2024 – doch die Aufklärungsquote überzeugt
Dortmund verzeichnete 2024 einen Anstieg der Kriminalität, wobei die Gesamtzahl der registrierten Straftaten um 4,23 % stieg. Die Polizei erfasste 73.209 Fälle – im Vorjahr waren es noch 70.241 gewesen. Ein Teil der Zunahme wurde auf die UEFA-Fußball-Europameisterschaft zurückgeführt, die große Menschenmengen anzog und damit mehr Gelegenheiten für kriminelle Handlungen bot.
Gewaltdelikte nahmen um fast 7 % zu und erreichten 3.660 Fälle (2023: 3.423). Auch Straßenraub stieg um zwei Prozent auf 408 Vorfälle. Wohnungseinbrüche verzeichneten einen Anstieg um 64 Fälle auf insgesamt 1.312.
Besonders stark stieg die Straßenkriminalität um 19,09 %. Fast 43 % dieser Taten entfielen auf Diebstähle an oder mit Fahrzeugen sowie Vandalismus an Autos. Trotz der Zunahme gingen Tötungsdelikte auf 32 Fälle zurück – mit einer Aufklärungsquote von fast 81 %.
Die Polizei setzte 2024 gezielte Maßnahmen um: Im April wurde eine Sonderermittlungsgruppe eingerichtet, um Wiederholungstäter zu bekämpfen, die mit Waffen drohen. Im Rahmen dieser Initiative verhängten die Behörden 125 rechtlich bindende Messerverbote. Zudem bearbeitete die Polizei 143 Fälle von kinderpornografischem Material und klärte über 81,82 % davon auf.
Insgesamt erreichte die Dortmunder Polizei eine Aufklärungsquote von 54,79 % – die höchste unter den Großstädten Nordrhein-Westfalens.
Die Kriminalstatistik 2024 zeigt für Dortmund sowohl Herausforderungen als auch Erfolge. Zwar stiegen bestimmte Delikte an, doch blieben die Aufklärungsquoten – besonders bei schweren Straftaten – hoch. Die Strategien zur öffentlichen Sicherheit werden kontinuierlich weiterentwickelt, insbesondere bei Großveranstaltungen wie dem UEFA-Turnier.






