29 March 2026, 04:16

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen

Ein Mann mit langen Haaren, der ein schwarzes Hemd und Jeans trägt, singt in ein Mikrofon, während er auf einer Bühne sitzt, mit einem sichtbaren Publikum im Hintergrund.

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen

Dagmar Frederic blickt auf sechs Jahrzehnte in der Schlagerszene zurück – doch auf den größten TV-Shows ist sie kaum zu sehen. Und das stört sie nicht im Geringsten. Jetzt hat die 80-jährige Sängerin die mangelnde Vielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen kritisiert.

Frederic steht bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne, wo sie Schlagerklassiker mit Musical- und Chanson-Stücken verbindet. Trotz einer bescheidenen Rente bleibt sie aktiv – im Fernsehen jedoch war sie nie bei Formaten von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast.

Bis 2026 werden mindestens zehn große Schlager-Shows das deutsche Fernsehen dominieren. Florian Silbereisens vier ARD-Produktionen – "Schlagerchampions", "Schlagerbooom Open Air", "Schlagerbooom" und "Adventsfest der 100.000 Lichter" – laufen weiter, während Giovanni Zarrella mit sechs ZDF-Shows, darunter Open-Air-Specials und Live-Events, nun sogar noch präsenter ist. Seine Formate übertreffen Silbereisens in Zahl und Einfluss.

Frederic kritisiert nicht die Moderatoren selbst für die sich wiederholenden Gäste-Listen, sondern sieht die Verantwortung bei den Redaktionen, die die Besetzungen gestalten. Zwar versteht sie die kommerziellen Gründe, immer dieselben Stars zu buchen – doch ob das wirklich dem Publikum dient, stellt sie infrage. Dass sie selbst in diesen Shows nicht auftritt, tangiert sie nicht. Ihr Fokus liegt auf ihren Live-Auftritten.

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Erst kürzlich sorgte sie mit einer schlagfertigen Bemerkung über ihren Mann für Schlagzeilen – ein Beweis dafür, dass ihr Humor unverändert scharf ist.

Die kommenden Jahre wird das deutsche Schlager-Fernsehen weiter auf bekannte Gesichter setzen. Frederic bringt damit ein langjähriges Muster der Branche auf den Punkt. Währenddessen tourt sie weiter und beweist: Eine Musikkarriere hängt nicht von Fernsehpräsenz ab. Ihre Perspektive ist eine seltene, erfahrene Stimme in einer von Quoten geprägten Welt.

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