Caritas fordert mehr Klimaschutz für 100.000 Gebäude bis 2030
Caritas drängt auf mehr Klimaschutz in Gebäuden und Einrichtungen
Die katholische Wohlfahrtsorganisation Caritas setzt sich für stärkeren Klimaschutz in ihren Immobilien und Dienstleistungen ein. Mit 100.000 Gebäuden unter ihrem Management strebt die Organisation an, bis 2030 klimaneutral zu werden. Nun fordern ihre Verantwortlichen von der Politik mehr Unterstützung für diese Transformation.
Beim 3. Kölner Klimforum betonten Wohlfahrtsverbände die Bedeutung sozialer Immobilien für den Klimaschutz. Krankenhäuser, Kindergärten und Pflegeheime könnten zu zentralen Orten für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen werden. Doch politische Hürden bleiben bestehen – etwa Gesetze, die es verhindern, durch Energiesparmaßnahmen freigewordene Mittel in Gebäudesanierungen zu reinvestieren.
Ab 2027 führt Europa eine CO₂-Bepreisung für Gebäude und Verkehr ein. Caritas warnt, dass soziale Einrichtungen die notwendigen Investitionen stemmen müssen, ohne dabei die Mieten für benachteiligte Bewohner:innen zu erhöhen. Eva Maria Welskop-Deffaa, Caritas-Vertreterin, würdigte die Führungsrolle von Papst Franziskus, der maßgeblich zum Pariser Klimaabkommen beigetragen habe. Die Kirche betrachte Klimaverantwortung mittlerweile als zentrale Aufgabe, so Welskop-Deffaa.
Doch trotz des Ehrgeizes bleiben Herausforderungen. Es gibt keine klaren Daten darüber, wie viele Caritas-Gebäude – etwa Pflegeheime oder Krankenhäuser – Schwierigkeiten bei der Umstellung auf erneuerbare Energien haben. Die Organisation besteht darauf, dass die Klimaziele ohne politische Rückendeckung schwerer zu erreichen sein werden.
Bis 2030 will Caritas in ihrem umfangreichen Immobilienbestand Klimaneutralität erreichen. Ob dies gelingt, hängt davon ab, rechtliche Hindernisse zu überwinden und finanzielle Förderung zu sichern. Die anstehende CO₂-Bepreisung wird zeigen, ob soziale Einrichtungen Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit in Einklang bringen können.






