Bürgerinitiative fordert frühere Öffnung des Heidebads in Solingen-Ohligs
Julian LangBürgerinitiative fordert frühere Öffnung des Heidebads in Solingen-Ohligs
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat Pläne scharf kritisiert, das Heidebad-Freibad in Ohligs erst Ende Mai zu öffnen. Die Initiative wirft der Stadt vor, mit der verzögerten Eröffnung die Bedürfnisse der Bürger zu ignorieren und Chancen für eine frühe Nutzung in der Saison zu verpassen. Ein Sprecher der BfS bezeichnete den aktuellen Zeitplan als "völlig an der Realität vorbeigehend" und nicht im Einklang mit der öffentlichen Nachfrage.
Die BfS hinterfragte die Begründungen des Betreibers für die späte Öffnung und stufte sie als weder fachlich fundiert noch überzeugend ein. Die Gruppe verwies darauf, dass bereits Anfang Mai oft warmes Wetter herrsche – eine Zeit, in der Familien und Sportler das Bad besonders nutzen wollten. Zudem böten Feiertage und lange Wochenenden im Mai ungenutzte Möglichkeiten für einen früheren Betrieb.
Raphael Bender, sportpolitischer Sprecher der BfS, betonte, dass das Heidebad weit mehr als nur eine Sportstätte sei: "Es ist ein zentraler Freizeit- und Erholungsort für die gesamte Gemeinschaft." Er kritisierte die Stadträtin Dagmar Becker scharf, der er vorwarf, statt sachlich zu diskutieren, auf persönliche Herabwürdigung auszuweichen. Bender forderte eine Bäderpolitik, die bürgerorientiert, sportfreundlich und servicebewusst sei – "so, wie es die Solinger verdienen".
Die BfS setzt sich nun dafür ein, das Freibad bereits Anfang Mai zu öffnen, sofern das Wetter es zulässt. Die Initiative kündigte an, sich in Stadtrat und Ausschüssen "mit Nachdruck" für diese Änderung einzusetzen und appellierte an Betreiber sowie Stadtverwaltung, ihre Pläne zu überdenken.
Streitpunkt ist das vorgeschlagene Öffnungsdatum 30. oder 31. Mai, das die BfS als unnötig spät ansieht. Sollte ihre Kampagne erfolgreich sein, könnte das Heidebad bereits Wochen früher öffnen – besser abgestimmt auf die Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Entscheidung hängt von den Beratungen im Stadtrat und der Kompromissbereitschaft des Betreibers ab.






