13 March 2026, 18:17

Bundeswehr startet seltene Großübung auf verlassener NATO-Liegenschaft in Mönchengladbach

Ein offenes deutsches Militärtagebuch aus dem frühen 20. Jahrhundert, gefüllt mit handgeschriebener Text und Zahlen.

Bundeswehr startet seltene Großübung auf verlassener NATO-Liegenschaft in Mönchengladbach

Bundeswehr startet einwöchige Übung in Mönchengladbach

Dieser Freitag markiert den Beginn einer einwöchigen Militärübung der Bundeswehr in Mönchengladbach – die erste militärische Aktivität auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen seit mehr als drei Jahren. Rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen werden an der Übung teilnehmen.

Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationssystemen und Abläufen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Das Manöver findet auf dem 471 Hektar großen Gelände des ehemaligen Stützpunkts statt, der einst über 1.400 Wohnungen und 980 Kasernengebäude beherbergte. Seit der Schließung 2013 wird das Areal kaum noch genutzt.

Obwohl das Gelände größtenteils verlassen ist, nutzen gelegentlich Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams die Anlage für Übungen. Die aktuelle Militärübung ist jedoch die erste seit März 2023. Anwohner müssen mit Lärm rechnen, doch die Behörden versichern, dass lediglich Platzpatronen verschossen werden und keine Gefahr für die Bevölkerung besteht.

Das ehemalige Hauptquartier, einst eine zentrale NATO-Einrichtung, beherbergt seit seiner Auflösung keine dauerhafte militärische Präsenz mehr. Die weitläufigen, leeren Gebäude und Freiflächen bieten nun eine kontrollierte Umgebung für groß angelegte Ausbildungsszenarien.

Die Übung dauert sieben Tage und konzentriert sich auf Einsatzbereitschaft und Koordination. Die lokalen Behörden betonen, dass alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Die Maßnahme unterstreicht die anhaltende Bedeutung des Geländes für Verteidigungs- und Notfalltrainings.

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