Berliner Staatsoper plant Großes: Chalamet-Gastspiel und Asien-Tournee trotz Sparzwang
Johanna KrügerWas die Staatsoper für die nächste Saison geplant hat - Berliner Staatsoper plant Großes: Chalamet-Gastspiel und Asien-Tournee trotz Sparzwang
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden präsentiert ein ehrgeiziges Programm für die kommenden Spielzeiten. Trotz anhaltender finanzieller Belastungen plant das Haus sechs Neuinszenierungen. Zudem sind eine große internationale Tournee und eine prominent besetzte Einladung an Hollywoodstar Timothée Chalamet vorgesehen.
Die Spielzeit 2026/27 wird Christian Thielemanns drittes Jahr als Generalmusikdirektor sein. Unter seiner Leitung feiert die Staatsoper im Mai 2027 die Premiere von Engelbert Humperdincks Königskinder – dirigiert von Thielemann persönlich. Weitere Höhepunkte sind Giacomo Puccinis Manon Lescaut sowie die selten aufgeführte La Vestale von Gaspare Spontini.
Das Festival 2027 steht im Zeichen des 200. Jubiläums von Beethovens 9. Sinfonie, die als zentraler Programmpunkt gefeiert wird.
Über Berlin hinaus sind Gastspiele in Shanghai sowie eine Tournee durch Japan und Taiwan geplant. Diese internationalen Auftritte sind Teil einer Strategie, die globale Präsenz des Hauses auszubauen.
Aktuelle Äußerungen des Schauspielers Timothée Chalamet über die Oper sorgten für breite Diskussionen. Daraufhin lud Thielemann den Star zu einer Vorstellung von Tristan und Isolde ein. Intendantin Elisabeth Sobotka begrüßte die Aufmerksamkeit und bezeichnete die Debatte als "positiven Moment für die Kunstform".
Die kommenden Spielzeiten der Staatsoper verbinden Neuproduktionen, historische Jubiläen und internationale Ausstrahlung. Trotz finanzieller Herausforderungen unterstreicht das Programm den künstlerischen Anspruch. Die Einladung an Chalamet und die Asien-Tournee deuten auf Bemühungen hin, neue Zielgruppen zu gewinnen.