Berlin feiert Newroz erstmals mit öffentlichen Festen und kultureller Vielfalt
Luisa KleinBerlin feiert Newroz erstmals mit öffentlichen Festen und kultureller Vielfalt
Berlin feiert Newroz: Das antike Frühlingsfest wird erstmals mit öffentlichen Veranstaltungen gewürdigt
Zum ersten Mal begehen Berliner Institutionen Newroz, das uralte Frühlingsfest, mit einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen. Die Feierlichkeiten finden an verschiedenen Orten statt, darunter das Humboldt Forum und das Haus der Kulturen der Welt. Beide Häuser betonen die kulturelle Bedeutung des Festes, das in einigen Ländern bis heute verboten ist.
Das Humboldt Forum widmet Newroz im Rahmen seines Jahresprogramms "Beziehungen: Familie" einen gesamten Samstag. In Zusammenarbeit mit sieben Berliner Vereinen werden Bräuche der kurdischen, zentralasiatischen, usbekischen, iranischen und afghanischen Gemeinschaften präsentiert. Besucher können an Workshops zur Drachenherstellung, Eierbemalung und traditionellen Tänzen teilnehmen.
Im Haus der Kulturen der Welt steht die Veranstaltung unter der Leitung der Kuratorin Ava Irandoost im Zeichen der persischen Kultur und weiblicher Künstlerinnen. Für sie ist Newroz ein Akt des Widerstands – besonders im Iran, wo das Fest seit fast 50 Jahren unterdrückt wird. Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Nowruz zwischen Schmerz und Hoffnung: Iranische und afghanische Perspektiven" beleuchtet, wie Menschen das Fest unter Repression begehen.
Weitere Spielstätten wie das Gorki Theater und der Oranienplatz bieten Musik, Tanz und Performances. Die Veranstaltungen spiegeln die globale Verbreitung des Festes wider, das in über 22 Ländern – von Afghanistan bis Albanien – gefeiert wird.
Nach Jahrzehnten der Einschränkungen in einigen Regionen wird Newroz nun offen in Berlin begangen. Die Einbindung in große Kultureinrichtungen unterstreicht seine anhaltende Bedeutung. Die Veranstalter hoffen, dass die Feierlichkeiten das interkulturelle Verständnis und die Solidarität stärken.






