Beamtenpensionen: Reformen drohen Steuerzahlern Milliardenkosten bis 2060

Lina Koch
Lina Koch
2 Min.
Eine alte Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund.Lina Koch

Beamtenpensionen: Reformen drohen Steuerzahlern Milliardenkosten bis 2060

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat dringende Reformen bei den Beamtenpensionen gefordert. Die vorgeschlagenen Änderungen würden in den kommenden Jahrzehnten Milliarde-Kosten auf die Steuerzahler abwälzen. Den größten Teil der finanziellen Last würden die Bundesländer tragen, während sich auch Bund und Kommunen beteiligen müssten.

Nach den aktuellen Plänen würde die Eingliederung der Beamten in das reguläre Rentensystem den Staat verpflichten, die Arbeitgeberanteile zu übernehmen. Diese Zahlungen sollen bis 2035 auf 10 Milliarden Euro steigen, sich bis 2040 auf 20 Milliarden Euro verdoppeln und bis 2060 auf 70 Milliarden Euro anwachsen. Der Übergang würde sich über viele Jahre hinziehen, wobei mit einer vollständigen Umsetzung frühestens ab 2090 zu rechnen ist.

Wie der Rat in seinem Bericht betont, würde die bloße Aufnahme der Beamten in das bestehende Rentensystem dessen Finanzierungsprobleme nicht lösen. Ohne zusätzliche Haushaltsmittel bliebe die finanzielle Situation des Systems unverändert. Mehr als zwei Drittel der Kosten würden auf die Länder entfallen, während der Bund etwa ein Sechstel übernehmen müsste. Den Rest würden die Kommunen tragen.

Die Reformen würden einen langfristigen Wandel in der Finanzierung der Beamtenversorgung einläuten. Die Steuerzahler müssten über Jahrzehnte hinweg steigende Belastungen schultern, während die Änderungen schrittweise wirksam werden. Der Vorschlag des Rates steht nun zur weiteren Debatte zwischen Bund und Ländern an.