Anuga 2025 in Köln: Wie Innovationen die Lebensmittelbranche retten wollen
Johanna KrügerAnuga 2025 in Köln: Wie Innovationen die Lebensmittelbranche retten wollen
Die weltgrößte Lebensmittelmesse Anuga öffnet am Samstag in Köln ihre Tore
Die Veranstalter erwarten einen Besucherrekord: Rund 8.000 Hersteller aus 110 Ländern präsentieren auf der Messe ihre neuesten Produkte. Die Anuga findet in einer schwierigen Phase statt – die deutsche Lebensmittelbranche steckt im dritten Jahr der Rezession, mit einem Umsatzrückgang von fast einem Prozent im frühen Jahr 2025.
Im Mittelpunkt der Anuga 2025 stehen drei zentrale Trends: funktionelle Lebensmittel, pflanzliche Alternativen und nachhaltige Verpackungen. Aussteller wie Sens Foods zeigen Innovationen wie einen Grill-Snack auf Basis von Grillenprotein und pflanzlichen Zutaten. Das türkische Unternehmen Nesco Gıda İçecek Turizm stellt zudem einen neuen Mocktail aus Butterfly-Erbsenblütentee vor, der sich bei Zugabe von Zitronensaft leuchtend violett färbt.
Trotz des großen Umfangs der Messe zögern deutsche Supermarktketten und Discounter, neue Produkte aus vergangenen Veranstaltungen in ihr Sortiment aufzunehmen. In den letzten zwölf Monaten führten vor allem Nischenhändler wie Bio Company ausgewählte Neuheiten ein – etwa Tartar mit Algenrinde oder fermentierten Pflanzenkefir. Eine Ausnahme bildet Aldi, das bei seiner Marke Rio d'oro auf aluminiumfreie Verpackungen setzt.
Jährlich bringen es in Deutschland rund 40.000 neue Lebensmittel auf die Regale. Angesichts der anhaltenden Branchenkrise hoffen die Messeveranstalter, dass die erweiterte Anuga 2025 frischen Schwung in den Markt bringt. Eine Woche lang dient die Messe als Plattform für Tausende Neuheiten – mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und alternative Proteinquellen, der den veränderten Konsumentenwünschen entspricht. Ob die vorgestellten Innovationen die Talfahrt der Branche stoppen können, bleibt jedoch abzuwarten.






