07 May 2026, 00:18

10-Euro-Eintritt für Gräfrather Marktfest: Warum Senioren jetzt ausgeschlossen werden

Schwarzer und weißer Plakat mit der Aufschrift 'Öffentliche Versammlung, Cold Bath Fields, National Convention, Rechte des Volkes'.

10-Euro-Eintritt für Gräfrather Marktfest: Warum Senioren jetzt ausgeschlossen werden

Neue Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrather Marktfest in Solingen stößt auf Kritik

Der Seniorenbeirat der Stadt Solingen übt scharfe Kritik an der neu eingeführten Eintrittsgebühr von 10 Euro für das traditionelle Gräfrather Marktfest. Besonders die Arbeitsgruppe „Altersarmut“ des Gremiums argumentiert, dass die Gebühr ältere Bürger mit kleinen Renten unzumutbar belastet. Für viele sei der Betrag – von dem lediglich 2 Euro als Essensgutschein erstattet werden – kaum zu stemmen.

Das Fest, das jahrelang als kostenloses Gemeinschaftsereignis ein fester Bestandteil des sozialen Lebens älterer Menschen war, bot ihnen die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Einsamkeit zu überwinden. Doch mit der Einführung des Eintrittsgelds droht sich der Charakter der Veranstaltung zu verändern – weg von der bisherigen Offenheit und hin zu einer eingeschränkten Zugänglichkeit.

Die Veranstalter rechtfertigen die Gebühr mit steigenden Sicherheitskosten. Kritiker hingegen fragen, warum die Besucher diese finanziellen Lasten tragen sollen. Der Seniorenbeirat warnt, dass die Abgabe de facto diejenigen ausschließt, die ohnehin schon mit knappen Einkommen kämpfen.

Der Rat fordert fairere Lösungen, etwa gestaffelte Preise, Ermäßigungen für Senioren oder eine stärkere finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Zudem hält er das Angebot eines einzigen kostenlosen Familientags am Sonntag für unzureichend – insbesondere für ältere Menschen, die allein leben und während der gesamten Veranstaltung Zugang brauchen.

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Die Debatte geht über das Marktfest hinaus und wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie viel darf die Teilhabe am Gemeinschaftsleben kosten, angesichts der zunehmend drängenden Altersarmut in Solingen?

Der Streit zeigt, wie schwer es für viele Senioren in der Stadt wird, sich kulturelle und soziale Angebote noch leisten zu können. Mit der 10-Euro-Gebühr droht ihnen der Zugang zu einem wichtigen Treffpunkt verloren zu gehen. Die Vorschläge des Seniorenbeirats zielen darauf ab, das Fest für alle Generationen weiterhin zugänglich zu halten.

Quelle