10 April 2026, 12:18

Zoll in Aachen jagt Heizöl-Schwindler mit immer dreisteren Tricks

Ein rotes Schild mit weißer Schrift, das warnt: "Keine Autos betanken, während der Motor läuft, Öl- oder Gaslichter brennen oder Insassen rauchen."

Zoll in Aachen jagt Heizöl-Schwindler mit immer dreisteren Tricks

Zollbeamte in Aachen verzeichnen Zunahme von Fahrzeugen mit Heizöl statt Diesel

Die Zollfahnder in Aachen melden einen Anstieg von Fahrzeugen, die mit Heizöl statt mit Diesel betrieben werden. Bei dieser illegalen Praxis, auch als "Heizöldiesel-Betrug" bekannt, werden höhere Kraftstoffsteuern umgangen – doch die Täter riskieren empfindliche Strafen. Die Behörden verschärfen nun die Kontrollen, um das Problem einzudämmen.

Heizöl unterliegt einer deutlich geringeren Besteuerung als Diesel, weshalb seine Verwendung in Fahrzeugen verboten ist. Um die Überprüfung zu erleichtern, ist das Heizöl zudem rot eingefärbt. Bei Verdacht auf Betrug entnehmen die Beamten eine Kraftstoffprobe aus dem Tank. Wird Heizöl nachgewiesen, wird der gesamte Tankinhalt versteuert.

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Erst kürzlich wurde ein Fahrer überführt, der den Dieselfilter übermalt hatte, um die rote Färbung zu verbergen. Der Versuch, die Kontrolle zu erschweren, scheiterte jedoch – die Analyse deckte den illegalen Kraftstoff dennoch auf. Solche Manipulationen schaden nicht nur dem Fiskus, sondern beschädigen auch die Motoren und erhöhen die Schadstoffemissionen.

Steuerhinterziehung auf diese Weise kann hohe Geldstrafen oder sogar Haftstrafen von bis zu fünf Jahren nach sich ziehen. Die Zollbehörden betonen, wie wichtig konsequente Kontrollen sind, um zu verhindern, dass Speditionen sich unlautere Wettbewerbsvorteile verschaffen. Das Zollamt Aachen steht für Rückfragen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Mit der verschärften Gangart sollen Steuerausfälle verhindert und ein fairer Wettbewerb geschützt werden. Fahrzeugbesitzer, die mit Heizöl erwischt werden, müssen mit hohen Bußgeldern, Steuernachzahlungen und möglicherweise sogar Freiheitsstrafen rechnen. Die Behörden behalten den Kraftstoffverbrauch weiterhin genau im Blick, um weitere Verstöße abschreckend zu unterbinden.

Quelle