Wuppertal tanzt gegen Gewalt: Flashmob für eine Milliarde betroffene Frauen

Lina Koch
Lina Koch
2 Min.
Eine Frau in einem grünen T-Shirt steht bei einer Demonstration und hölt ein weißes Schild, hinter ihr stehen viele andere Menschen.Lina Koch

Wuppertal tanzt gegen Gewalt: Flashmob für eine Milliarde betroffene Frauen

Wuppertal schließt sich der globalen "One Billion Rising"-Bewegung an – Flashmob auf dem Johannes-Rau-Platz

Diese Woche beteiligte sich Wuppertal mit einem Flashmob auf dem Johannes-Rau-Platz an der weltweiten Aktion "One Billion Rising". Die Veranstaltung richtete sich gegen Gewalt an Frauen und lenkte die Aufmerksamkeit auf ein Problem, das laut Amnesty International jede dritte Frau weltweit betrifft. Die Organisator:innen legten den Termin bewusst auf einen Wochentag, um die Teilnahme lokaler Schulklassen zu fördern.

Der Name der Bewegung bezieht sich auf eine erschreckende Statistik: Schätzungsweise eine Milliarde Frauen haben in ihrem Leben Gewalt erlebt. Allein in Wuppertal wurden im Jahr 2025 fast 1.000 Fälle häuslicher Gewalt registriert – die überwiegende Mehrheit der Opfer waren Frauen. Das Frauenhaus der Stadt war das gesamte Jahr über voll belegt, was den anhaltend hohen Bedarf an Unterstützung unterstreicht.

Bei der Aktion tanzten die Teilnehmenden gemeinsam und schwenkten rote Tücher als Symbol des Widerstands. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zur deutschen Beteiligung an "One Billion Rising" – eine nationale Erfassung findet nicht statt –, doch wächst die Bewegung weiter, da sich immer mehr Städte wie Wuppertal beteiligen.

Der Flashmob vereinte Schüler:innen, Aktivist:innen und Anwohner:innen, um das Bewusstsein für das Thema zu schärfen. Angesichts anhaltender Fälle häuslicher Gewalt und überlasteter Frauenhäuser machte die Veranstaltung deutlich, wie dringend weiteres Handeln erforderlich ist. Die roten Tücher und die öffentliche Demonstration waren ein sichtbarer Appell für Veränderung.