07 April 2026, 00:21

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne bezahlbare Bleibe vor Semesterstart

Schwarz-weiß-Zeichnung eines Gefängnis-Schlafraums mit sitzenden und stehenden Menschen zwischen Fässern und verstreuten Gegenständen, beschriftet "Dormitory at Coldwater Fields Prison" unten.

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne bezahlbare Bleibe vor Semesterstart

Tausende Studierende in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpfen darum, vor Beginn des Wintersemesters bezahlbaren Wohnraum zu finden. Da Plätze in Studentenwohnheimen knapp sind, müssen viele lange Wartezeiten in Kauf nehmen oder sich mit hohen Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt arrangieren.

In den großen Universitätsstädten ist die Lage besonders angespannt. In Köln, Münster und Bonn warten jeweils zwischen 2.500 und 3.000 Studierende auf ein Zimmer im Wohnheim. Noch länger sind die Warteschlangen in Aachen und Jülich, wo rund 11.000 Studierende immer noch nach einer Unterkunft suchen. Doch auch kleinere Städte bleiben nicht verschont: In Siegen stehen etwa 700 Studierende auf der Warteliste, in Bielefeld kann sich die Wartezeit auf bis zu vier Semester erstrecken.

Die Mietpreise variieren in der Region stark. In Bielefeld beginnen die Wohnheimzimmermieten bei etwas über 200 Euro im Monat – die günstigste Option. In Köln liegen die durchschnittlichen Warmmieten dagegen bei 340 Euro, für viele Studierende eine kaum erschwingliche Summe. Obwohl die Wohnheime im Vergleich zum freien Markt günstiger sind, bleiben sie für Tausende aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit unerreichbar.

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Bemühungen, den Wohnraummangel zu lindern, stoßen auf Verzögerungen. In Bonn-Auerberg stockt die Umwandlung eines alten Parkdecks in Studentenwohnungen, da die notwendige Baugenehmigung noch aussteht. Die Studierendenwerke in NRW warnen seit Langem, dass der Wohnungsbau mit der Nachfrage nicht Schritt hält – viele Studierende stehen damit kurz vor Vorlesungsbeginn ohne Bleibe da.

Die Wohnungsnot für Studierende in NRW zeigt keine Anzeichen einer Entspannung. Während Tausende weiter auf ein Wohnheimzimmer warten und die Mieten auf dem freien Markt steigen, wächst der Druck auf Studierende und Hochschulen gleichermaßen. Ohne beschleunigten Wohnungsbau oder alternative Lösungen wird ein Großteil der Studierenden das Semester ohne sichere Unterkunft beginnen müssen.

Quelle