Wie Laienrichter in Essen über Totschlag und Volksverhetzung urteilen

Julian Lang
Julian Lang
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Ein altes Buch mit dem Titel "Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791" mit einem Stempel, der die erste Auflage angibt, und einigen handgeschriebenen Text auf dem Papier.Julian Lang

Wie Laienrichter in Essen über Totschlag und Volksverhetzung urteilen

Ein ehemaliger Jugendrichter wird Ende dieses Monats in Essen über die Rolle der Laienrichter in deutschen Strafgerichten sprechen. Gerd Richters Vortrag im Volkshochschulzentrum erklärt, wie Bürger ohne juristische Ausbildung an der Urteilsfindung in schweren Fällen – von Totschlag bis hin zu Volksverhetzung – mitwirken. Die Veranstaltung steht der Öffentlichkeit gegen eine geringe Gebühr offen.

Laienrichter, auch Schöffen und Schöffinnen genannt, arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich in deutschen Gerichten. Sie wirken neben Berufsrichtern in Amts- und Landgerichten mit und befassen sich mit mittleren und schweren Straftaten. Zu ihren Aufgaben gehört die Teilnahme an Prozessen wegen Delikten wie Totschlag oder Volksverhetzung, wobei sie bei Urteilen und Strafmaßnahmen gleichberechtigt mitentscheiden.

Der Vortrag findet am Montag, dem 26. Januar, von 18:30 bis 20:45 Uhr in der VHS Essen am Burgplatz 1 statt. Die Teilnahme kostet 9 Euro; Anmeldungen sind unter der Kursnummer 252.1D276K möglich. Richter wird anhand konkreter Fallbeispiele veranschaulichen, wie Laienrichter im Justizsystem agieren.

Für das Ehrenamt können sich alle Bürger bewerben, da keine juristische Ausbildung vorausgesetzt wird. Die Essener Volkshochschule bietet pro Semester über 1.000 Kurse für alle Altersgruppen an. Mit diesem Vortrag erweitert sie ihr Themenspektrum und gibt Einblicke in das besondere deutsche Gerichtssystem.

Die Veranstaltung vermittelt den Teilnehmern ein besseres Verständnis dafür, wie Laienrichter Strafverfahren prägen. Da keine formalen Qualifikationen erforderlich sind, steht das Amt allen Bürgern offen. Interessierte können sich durch vorab Reservierung einen Platz sichern.