Wie ein umstrittenes Buch die Welt veränderte: Erich von Dänikens Erinnerungen an die Zukunft

Julian Lang
Julian Lang
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Eine Gruppe von Menschen steht vor einem UFO, umgeben von Bäumen und einem klaren blauen Himmel, mit zerrissenen Blättern und Steinen auf dem Boden und einem Geländer im Vordergrund.Julian Lang

Wie ein umstrittenes Buch die Welt veränderte: Erich von Dänikens Erinnerungen an die Zukunft

1968 erschien mit wenig Aufsehen ein umstrittenes Buch namens Erinnerungen an die Zukunft. Verfasst von Erich von Däniken, behauptete es, Außerirdische hätten die Menschheitsgeschichte geprägt. Anfangs wurden nur 6.000 Exemplare gedruckt – doch innerhalb eines Jahres entwickelte es sich zum Bestseller.

Von Dänikens Thesen waren radikal. Er vertrat die Ansicht, dass Außerirdische die Erde vor langer Zeit besucht und den menschlichen Fortschritt beschleunigt hätten. Seiner Meinung nach stammten Bauwerke wie die Pyramiden von Gizeh nicht von Menschenhand, sondern von einer hoch entwickelten außerirdischen Intelligenz. Selbst die Bundeslade deutete er als Gerät zur Kommunikation mit diesen Wesen.

Vor der Veröffentlichung wurde das Manuskript stark überarbeitet. Der ehemalige NS-Journalist Wilhelm Utermann strich und schrieb Teile des Buches um. Trotz der ungewöhnlichen Behauptungen erlangte Erinnerungen an die Zukunft 1969 enorme Popularität. Im selben Jahr kam von Däniken nach 18 Monaten Haft wegen Steuerhinterziehung frei. Seine Theorien jedoch sorgten noch lange nach seiner Entlassung für Diskussionen.

Der Erfolg des Buches machte von Däniken zu einer bekannten Persönlichkeit. Seine Aussagen über den Einfluss von Außerirdischen auf die menschliche Zivilisation blieben umstritten. Zwar sind heute keine Verlage mehr mit seinen Werken verbunden, doch seine frühen Schriften ziehen noch Jahrzehnte später Aufmerksamkeit auf sich.