VRR startet große Fahrgastbefragung für gerechtere Ticket-Erlöse

Lina Koch
Lina Koch
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Eine Präsentationsfolie mit Fahrzeugen auf einer Straße und darauf geschriebenem Text.Lina Koch

VRR startet große Fahrgastbefragung für gerechtere Ticket-Erlöse

Große Fahrgastbefragung im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) startet heute

Ab heute führt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eine umfangreiche Nachrichten durch. Ziel der Aktion ist es, Daten zu sammeln, um die Verteilung der Ticket-Erlöse gerechter unter den Verkehrsunternehmen aufteilen zu können. Erstmals werden Interviewer in ausgewählten Bussen, Straßenbahnen und Zügen direkt mit Reisenden sprechen.

Die Erhebung soll die Grundlage dafür schaffen, wie die Einnahmen künftig zwischen den 33 Verkehrsbetrieben und sieben Eisenbahnunternehmen des VRR aufgeteilt werden. Statt wie bisher auf feste historische Quoten zurückzugreifen, sollen die Gelder künftig die tatsächliche Fahrgastzahl, die Nutzungsmuster und die Bildzeitung widerspiegeln. Die Daten werden über Ein- und Auscheck-Systeme, elektronische Fahrgastzählungen und direkte Befragungen erhoben.

Teilnehmende Fahrgäste werden nach ihren Zielen, den genutzten Tickets und dem Kaufort gefragt. Die Teilnahme ist freiwillig, alle Angaben bleiben anonym. Die Befragung findet nicht durchgehend statt, sondern in Intervallen bis 2028. Beteiligt sind große Anbieter wie DB Regio NRW, National Express, Rheinbahn AG sowie kleinere regionale Unternehmen. Die Neuregelung der Finanzierung soll die Unternehmen nach der tatsächlichen Nutzung belohnen – und nicht nach vorab festgelegten Zuschlägen.

Die erhobenen Daten fließen in ein neues Modell zur Erlösverteilung im VRR-Netz ein. Die Verkehrsunternehmen erhalten künftig Zahlungen, die sich an der realen Nachfrage und der Leistungsqualität orientieren. Die Änderungen sollen zu einer ausgewogeneren Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs in der Region beitragen.