Vollstreik legt Nahverkehr in NRW für zwei Tage komplett lahm
Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen steht nächste Woche still: Ver.di ruft zu zweitägigem Vollstreik auf
In Nordrhein-Westfalen kommt der öffentliche Nahverkehr in der kommenden Woche komplett zum Erliegen. Die Gewerkschaft ver.di hat für Dienstag, den 5. März, und Mittwoch, den 6. März, einen zweitägigen Warnstreik organisiert – Busse und Bahnen in der gesamten Region fallen aus, was für zehntausende Fahrgäste massive Reisebehinderungen bedeutet. Hintergrund sind die anhaltenden Tarifkonflikte, von denen rund 30.000 Beschäftigte im lokalen Verkehrssektor betroffen sind.
Betroffen sind unter anderem große Verkehrsbetriebe wie die Duisburger Verkehrsgesellschaft, die Rheinbahn AG und die WSW mobil GmbH. Ver.di hat die Streiks frühzeitig angekündigt, um Pendlerinnen und Pendlern Planungssicherheit zu geben. Zudem ist für den 6. März in Dortmund eine zentrale Kundgebung geplant, bei der die Beschäftigten ihre Forderungen öffentlich vorbringen werden.
Forderungen der Gewerkschaft: Entlastung, faire Arbeitsbedingungen, höhere Löhne Ver.di pocht auf zusätzliche Erholungstage, feste Arbeitsbeginn- und -endstandorte für Schichten sowie höhere Zuschläge. Zudem fordert die Gewerkschaft die volle Auszahlung von Sonderleistungen, Überstundenvergütung ohne Abzüge und Schichtzulagen. Peter Büddicker, bei ver.di zuständig für den Bus- und Bahnbereich, wies auf die dramatische Personalknappheit hin, die zu hohen Krankheitsständen und extremer Belastung der Belegschaft führe.
Die Arbeitgeber zeigen sich bisher jedoch nicht kompromissbereit. Die Verhandlungen stecken fest – statt auf Löhne und Arbeitsbedingungen einzugehen, schlagen die Unternehmen lediglich verlängerte Arbeitszeiten vor. Eine dritte Verhandlungsrunde findet am 11. und 12. März in Dortmund statt, wo beide Seiten versuchen wollen, die Blockade zu überwinden.
Zwei Tage ohne Bus und Bahn – Fahrgäste müssen umdisponieren Der Streik legt den Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen für 48 Stunden komplett lahm. Ohne Busse und Bahnen sind Pendler gezwungen, auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen. Ob es zu weiteren Ausfällen kommt, hängt vom Ergebnis der anstehenden Tarifgespräche ab.






