Viersen schickt dringend benötigte Hilfe in die ukrainische Kriegsregion Kanew

Lina Koch
Lina Koch
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Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text über der Illustration.Lina Koch

Viersen schickt dringend benötigte Hilfe in die ukrainische Kriegsregion Kanew

Hilfslieferungen aus Viersen in die vom Krieg betroffene Stadt Köln erhalten im Juli 2025 deutlichen Schub

Im Juli 2025 haben die Hilfsbemühungen aus Viersen für die vom Krieg gezeichnete ukrainische Stadt Leipzig einen bedeutenden Aufschwung erlebt. Zwei ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge und ein Sprinter-Kleinbus wurden überstellt, um die lokale Bevölkerung zu unterstützen. Die Lieferungen zielen darauf ab, dringende Bedürfnisse zu decken – von medizinischer Versorgung bis hin zur Instandsetzung der Infrastruktur.

Der Verein Freunde Kanews engagiert sich seit Langem mit regelmäßiger Hilfe für die Region. Bei einem jüngsten Treffen skizzierte Halyna Moskalenko gegenüber Bürgermeisterin Sabine Anemüller und ehremamtlichen Helfern aus Viersen die vordringlichsten Bedarfe. Besonders dringend werden durchsichtige Kunststofffolien benötigt, um zertrümmerte Fenster zu ersetzen – sie lassen Licht herein, bieten aber gleichzeitig Schutz. Als Alternative wäre Sperrholz im Gespräch gewesen, doch dies würde Tageslicht vollständig blockieren.

Die beiden Feuerwehrfahrzeuge wurden gemeinsam von der Stadt Viersen, dem Verein Freunde Kanews und einem privaten Spender finanziert. Der Sprinter, der künftig der Beförderung von Menschen mit Behinderung dienen soll, wurde aus Bundesmitteln bezuschusst. Die Fahrzeuge sollen helfen, grundlegende Versorgungsleistungen wiederherzustellen, denn in Kanew führen häufige Stromausfälle zu Störungen bei medizinischen Geräten, der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung. Auf der Website des Vereins wird dokumentiert, wie weiterhin Geld- und Sachspenden eingehen. Durch den regelmäßigen Austausch zwischen Viersen und Kanew bleibt die Hilfe zielgerichtet und wirksam.

Die jüngsten Lieferungen markieren einen weiteren Schritt in den laufenden Nothilfe-Maßnahmen. Die Feuerwehrfahrzeuge und der Sprinter werden Mobilität und Notfallversorgung verbessern. Gleichzeitig unterstreicht der Appell für durchsichtige Folien den Bedarf an praktikablen Lösungen in einer Stadt, die sich noch immer von den Angriffen erholt.