Verfallene Schwimmbäder in NRW: Warum Kinder nicht mehr schwimmen lernen können
Luisa KleinVerfallene Schwimmbäder in NRW: Warum Kinder nicht mehr schwimmen lernen können
Die JUNGEN FREIEN WÄHLER (JFW) NRW kritisieren die Ausgaben der Regierung für lokale Infrastrukturprojekte. Die Gruppe wirft der Politik falsche Prioritätensetzung vor, während in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Schwimmbäder verfallen. Etwa jedes fünfte Grundschulkind in der Region kann nicht schwimmen – ein alarmierendes Sicherheitsrisiko.
2023 verzeichnete Deutschland 378 Ertrinkungstote, darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Selbstüberschätzung und mangelnde Schwimmkurse begünstigen solche Unfälle.
NRW betreibt derzeit fünf Mini-Schwimmbecken in Containerbauweise – zu Kosten von drei Millionen Euro. Die JFW NRW hält dies für keine nachhaltige Lösung. Gleichzeitig gab die Bundesregierung 2020 rund 20 Millionen Euro für Radwege in Peru aus.
Viele Hallen- und Freibäder in NRW sind in desolatem Zustand: Einige wurden dauerhaft geschlossen, andere müssen häufig wegen Sanierungsbedarfs schließen. Die JFW NRW fordert die Bundesregierung auf, stattdessen in die heimische Infrastruktur zu investieren. Auch die Landesregierung wird aufgefordert, bestehende Schwimmstätten zu sanieren und instand zu halten.
Die JFW NRW verlangt bessere Finanzierung für Schwimmbäder in NRW. Ohne intakte Einrichtungen entfallen für Kinder lebenswichtige Schwimmkurse. Die aktuelle Politik lässt gefährliche Lücken in Sicherheit und Infrastruktur – hier ist dringend Handlungsbedarf.






