ver.di droht mit Streiks: 15 Prozent mehr Lohn für Post-Mitarbeiter gefordert
Julian Langver.di droht mit Streiks: 15 Prozent mehr Lohn für Post-Mitarbeiter gefordert
Die Gewerkschaft ver.di hat erhebliche Lohnerhöhungen für die Beschäftigten der Deutsche Post DHL Group gefordert. Sie verlangt eine 15-prozentige Gehaltssteigerung für 160.000 tarifgebundene Mitarbeiter. Zudem setzt sich die Gewerkschaft für bessere Bedingungen für Auszubildende und beamtete Postmitarbeiter ein.
Nach zwei Verhandlungsrunden sind die Gespräche festgefahren. Thomas Großstück, bei ver.di zuständiger Fachbereichsleiter für Postdienste in Nordrhein-Westfalen, erklärte, großflächige Streiks seien gerechtfertigt, da die Arbeitgeber bisher kein Angebot vorgelegt hätten.
Die Gewerkschaft strebt einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten an. Zu ihren Forderungen gehören eine monatliche Aufstockung von 200 Euro für Auszubildende und dual Studierende. Zudem besteht sie darauf, die Postzulage für 23.000 beamtete Postbeschäftigte beizubehalten.
Die meisten der 160.000 tarifgebundenen Mitarbeiter fallen in die Entgeltgruppen 1 bis 3. Ihr aktuelles monatliches Grundgehalt liegt brutto zwischen 2.108 und 3.090 Euro. Die letzte Gehaltserhöhung im Rahmen des bestehenden Tarifvertrags betrug zwei Prozent und trat im Januar 2022 in Kraft.
Die Forderungen der Gewerkschaft umfassen Löhne, Zulagen und Vertragsbedingungen. Bei einer Annahme würden die Änderungen einen großen Teil der Belegschaft der Deutsche Post DHL Group betreffen. Der Ausgang der Verhandlungen bleibt weiterhin ungewiss.






