Tödliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – Behörden schlagen Alarm
Julian LangTödliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – Behörden schlagen Alarm
Ein vier Tonnen schwerer Tomatenlieferung aus China wurde ein zerstörerisches Pflanzenvirus nachgewiesen. Die befallene Partie war in einem Zolllager im sibirischen Krasnojarsk eingelagert, bevor die Behörden das Vorhandensein des Tomaten-Braunrugose-Frucht-Virus (ToBRFV) bestätigten. Experten warnen nun vor einer raschen Vernichtung der Ernte, sollte sich die Krankheit weiter ausbreiten.
Die kontaminierten Tomaten wurden vom russischen Agraraufsichtsamt Rosselchosnadsor identifiziert. Tests bestätigten den Befall mit dem hochaggressiven Erreger, der für Pflanzen tödlich verläuft – eine Heilung ist nicht möglich.
Das Virus verbreitet sich leicht durch direkten Kontakt zwischen Pflanzen. Es kann sich auch an Werkzeugen, Kleidung, Händen oder Erde anhaften und so auf gesunde Bestände überspringen. Selbst bestäubende Insekten wie Bienen oder Hummeln können die Krankheit von Pflanze zu Pflanze übertragen.
Entscheidend ist nun schnelles Handeln: Eine einzige Infektion kann ein ganzes Gewächshaus innerhalb einer Woche zerstören. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, haben die Behörden die sofortige Verbrennung aller befallenen Pflanzen angeordnet.
Die Entdeckung hat alarmierende Maßnahmen ausgelöst, um zu verhindern, dass das Virus lokale Betriebe erreicht. Sämtliche betroffenen Tomaten werden vernichtet, um das Übertragungsrisiko auszuschließen. Landwirte in der Region wurden aufgefordert, ihre Bestände genau auf Anzeichen einer Infektion zu überwachen.






