13 June 2026, 04:12

Thyssenkrupp baut Europas größtes Wasserstoff-Stahlwerk in Duisburg

Wasserstoff ersetzt Hochofen: Planungsvertrag für DRI-Anlage in Duisburg vergeben

Thyssenkrupp baut Europas größtes Wasserstoff-Stahlwerk in Duisburg

Thyssenkrupp beginnt Umwandlung seines Duisburger Stahlwerks in eine klimafreundlichere Anlage

Der Konzern ersetzt die Hochöfen durch ein Direktreduktionswerk (DRI), das mit Wasserstoff betrieben wird. Damit soll der CO₂-Ausstoß der deutschen Stahlindustrie deutlich gesenkt werden.

Die Bauarbeiten für das Projekt begannen Mitte 2024. Bereits abgeschlossen sind die Fundamentarbeiten und der Bau von Zufahrtsstraßen. Das Gelände umfasst eine Fläche von fast 40 Fußballfeldern und wird über 60 Gebäude und Anlagen umfassen.

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Die DRI-Anlage nutzt die Midrex-Flex-Technologie, die den Betrieb mit einer Mischung aus Erdgas und Wasserstoff ermöglicht. Bei voller Kapazität wird die Anlage jährlich rund 143.000 Tonnen Wasserstoff benötigen – das entspricht 5,6 Terrawattstunden Energie.

Ab 2028 soll die Anlage schrittweise auf Wasserstoff umstellen, die vollständige Wasserstoffnutzung ist für 2029 geplant. Dann wird sie jährlich 2,5 Millionen Tonnen CO₂-armen heißen Briketts (HBI) produzieren.

Bund und Nordrhein-Westfalen fördern das Vorhaben mit zwei Milliarden Euro. Die Anlage soll die CO₂-Emissionen um bis zu 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren – das entspricht etwa einem Fünftel der gesamten Treibhausgasemissionen der deutschen Stahlindustrie.

Das neue DRI-Werk leistet einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung eines Sektors, der für 30 Prozent der industriellen Treibhausgase in Deutschland verantwortlich ist. Es markiert einen entscheidenden Schritt hin zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion. Das Projekt läuft nach Plan und soll in vier Jahren den Teilbetrieb aufnehmen.

Quelle