Tausende protestieren in Köln und Münster gegen Kanzler Merz’ umstrittene Äußerungen

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße protestieren und Plakate halten, mit Gebäuden, Bäumen, Laternenpfählen und dem Himmel im Hintergrund.Johanna Krüger

Rund 2.400 Menschen protestieren in NRW: 'Merz muss weg' - Tausende protestieren in Köln und Münster gegen Kanzler Merz’ umstrittene Äußerungen

Rund 2.400 Menschen gingen in Köln und Münster auf die Straße, um gegen jüngste Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur städtischen Landschaft in Deutschland zu protestieren. Trotz starkem Regen und heftigem Wind nahmen mehr Demonstrantinnen und Demonstranten teil, als offiziell für die Veranstaltungen angemeldet waren.

In Münster hatte das Bündnis Keinen Meter den Nazis die Kundgebung organisiert, der sich etwa 1.400 Menschen anschlossen. Die Protestierenden trugen Transparente mit Parolen wie Schmerzgrenze von allen Töchtern bestätigt oder Ene, mene, Merz – du musst weg. Carsten Peters, Stadtrat der Grünen und Sprecher des Bündnisses, warf Merz in einem Instagram-Post diskriminierende, herabwürdigende und rassistische Aussagen vor. Die Organisatoren kritisierten zudem, der Kanzler nutze Sorgen um die Sicherheit von Frauen, um ausgrenzende Politik voranzutreiben.

In Köln hielten Demonstrantinnen und Demonstranten Schilder mit Aufschriften wie Weniger Merz im Stadtbild oder Nicht mein Kanzler hoch. Unterstützt wurde der Protest unter anderem von Fridays for Future und Zusammen gegen Rechts. David Sperling, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbands Münster, verurteilte die Aktion als verleumderisch und eine klare Grenzüberschreitung. Merz hatte zuvor erklärt, die Regierung korrigiere Fehler der Vergangenheit in der Migrationspolitik. Zudem betonte er, der Innenminister arbeite aktiv an Abschiebemaßnahmen.

Trotz des schlechten Wetters fanden die Demonstrationen statt – die Teilnehmerzahlen überstiegen in beiden Städten die Erwartungen. Die Proteste zeigten die anhaltende Kritik an Merz’ Rhetorik, insbesondere aus linksgerichteten und antirassistischen Kreisen. Organisatoren und Teilnehmende machten deutlich, dass sie seine Politik und öffentlichen Äußerungen weiter infrage stellen werden.