SV Bergisch Gladbach 09 und Polizei kämpfen gemeinsam gegen Schockanruf-Betrug bei Senioren

Lina Koch
Lina Koch
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Ein Gemälde von Männern, die auf einem Feld mit einem Netz, Bäumen, einem Gebäude und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund Fußball spielen, mit dem Text 'Fußballvorfälle durch Verband verhängt' unten.Lina Koch

SV Bergisch Gladbach 09 und Polizei kämpfen gemeinsam gegen Schockanruf-Betrug bei Senioren

Neue Kampagne warnt Senioren im Bergisch Gladbach vor Schockanruf-Betrug

Der Fußballverein SV Bergisch Gladbach 09 und die Polizei haben sich zusammengeschlossen, um ältere Menschen im Bergisch Gladbach Kreis über die Gefahren von Schockanruf-Betrug aufzuklären. Mit Plakaten und öffentlichen Veranstaltungen soll das Bewusstsein für die Masche geschärft werden – denn Betrüger rufen fast täglich bei Senioren an, um sie mit dreisten Lügen um ihr Geld zu bringen.

Den Auftakt der Aktion bildete die BELKAW Arena, wo vor dem ersten Heimspiel der Rückrunde in der Mittelrheinliga ein Präventionsplakat enthüllt wurde. Es appelliert an Familien, mit älteren Angehörigen über die Risiken zu sprechen. Zudem werben Polizei und Verein für eine digitale "Wohnzimmergesprächs"-Veranstaltung am 4. März, bei der Betroffene von ihren Erfahrungen berichten und anderen helfen sollen, Manipulationstaktiken zu erkennen.

Schockanrufe bleiben eine hartnäckige Gefahr in der Region: Kriminelle geben sich oft als Verwandte oder Behördenmitarbeiter aus, um ältere Männer und Frauen unter Druck zu setzen und sie zur Herausgabe von Geld zu bewegen. Trotz der anhaltenden Bedrohung zeigen Präventionsmaßnahmen Wirkung: 2023 sank die Zahl der Opfer und die finanziellen Schäden deutlich – mittlerweile scheitern über 90 Prozent der Versuche.

Das Engagement des SV Bergisch Gladbach 09 unterstreicht den sozialen Einsatz des Vereins. Durch die Kooperation mit der Polizei Rhein-Berg soll der Schutz der Senioren vor Betrug weiter gestärkt werden.

Die Kampagne setzt auf offene Gespräche zwischen älteren Menschen und ihren Familien, um Betrugsversuche früh zu erkennen und zu stoppen. Da die Opferzahlen im vergangenen Jahr zurückgingen, zeigt sich die Polizei optimistisch: Das Bewusstsein wächst. Verein und Behörden werden ihre Anstrengungen fortsetzen, um gefährdete Bürger vor finanzieller Ausbeutung zu bewahren.