Sprengung in Ibbenbüren: Vom Kohlekraftwerk zum grünen Energieknotenpunkt

Luisa Klein
Luisa Klein
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Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines rauchenden Gebäudes, umgeben von Häusern, Bäumen, einem Zaun und einem Fahrzeug, mit dem Text "1851 – das erste kohlebetriebene Kraftwerk" unten.Luisa Klein

Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren wird gesprengt - Sprengung in Ibbenbüren: Vom Kohlekraftwerk zum grünen Energieknotenpunkt

Ein wichtiger Meilenstein der deutschen Energiewende steht am kommenden Sonntag in Ibbenbüren an: Um etwa 11:00 Uhr wird der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen RWE-Kraftwerks gesprengt. Auf dem Gelände soll später eine neue Umrichterstation entstehen, die Windstrom aus der Nordsee in das nordrhein-westfälische Netz einspeist.

Die Sprengung markiert den letzten Schritt beim Rückbau des alten Kraftwerks. RWE hatte seine beiden letzten Steinkohleblöcke in Deutschland – einer in Hamm, der andere in Ibbenbüren – bereits 2021 stillgelegt. Bereits im April 2025 waren der Kühlturm und das Kesselhaus des Standorts in einer kontrollierten Sprengung abgerissen worden.

Seit 2023 gehört das Gelände der Hagedorn Group, die es im Sommer 2026 an Amprion übergeben wird. Vor der Übergabe müssen alle verbleibenden Bauwerke abgerissen, zerkleinert und recycelt werden. Amprion plant dort den Bau einer Umrichterstation, die ab 2031 Windenergie aus der Nordsee in das regionale Stromnetz einspeisen soll.

Im Rahmen desselben Projekts sind weitere Umrichterstationen in ganz Nordrhein-Westfalen vorgesehen. Zwar stehen die genauen Zahlen noch nicht fest, doch die umgenutzte Fläche in Ibbenbüren wird eine Schlüsselrolle beim Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien spielen.

Die neue Umrichterstation soll 2031 in Betrieb gehen und dazu beitragen, Windstrom aus Offshore-Anlagen in das Landesnetz zu integrieren. Aus einem ehemaligen Kohlekraftwerk wird so ein Knotenpunkt für saubere Energie – ein Symbol für den grundlegenden Wandel Deutschlands weg von fossilen Energieträgern.