Solinger SPD will Kirchenumbau mit neuem Büro und Arbeitsgruppe erleichtern
Johanna KrügerSolinger SPD will Kirchenumbau mit neuem Büro und Arbeitsgruppe erleichtern
Die Solinger SPD setzt sich für eine stärkere kommunale Unterstützung von Kirchengemeinden ein, die alte Gebäude umnutzen möchten. In einem aktuellen Vorschlag fordert die Partei die Einrichtung eines neuen Koordinierungsbüros und einer Arbeitsgruppe, um das Verfahren zu vereinfachen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der immer mehr Gemeinden mit Planungsrecht und Denkmalschutzvorgaben kämpfen.
Die Idee knüpft an die laufende Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche an. Die Schau präsentiert kreative Konzepte für die Nachnutzung stillgelegter Kirchen – von Gemeinschaftszentren bis zu Kulturstätten. Doch viele Projekte scheitern an strengen Bauvorschriften und denkmalschützerischen Auflagen.
Die SPD will die bürokratischen Hürden abbauen, indem sie innerhalb der Stadtverwaltung eine eigene Anlaufstelle schafft. Eine neue Arbeitsgruppe soll Gemeinden zudem direkt beraten. Im Fokus steht praktische Hilfe, insbesondere bei rechtlichen und technischen Herausforderungen.
Laut Plan würde eine zentrale Ansprechstelle die Kommunikation zwischen Rat, Behörden und Kirchengemeinden beschleunigen. Einheitliche Leitlinien sollen sicherstellen, dass alle Beteiligten nach denselben Regeln handeln. Die SPD argumentiert, dass dieses Vorgehen Zeit spart und die Frustration der Gemeinden verringert.
Wird der Antrag angenommen, entsteht in Solingen ein klarer Weg zur Umnutzung von Kirchengebäuden. Das Koordinierungsbüro und die Arbeitsgruppe würden maßgeschneiderten Rat zu Vorschriften und Denkmalschutzfragen bieten. Die SPD hofft, so mehr erfolgreiche Umwidmungen zu fördern – und gleichzeitig das architektonische Erbe der Stadt zu bewahren.






