Solingens Planschbecken bleibt seit 2021 meist geschlossen – wer trägt die Schuld?
Julian LangSolingens Planschbecken bleibt seit 2021 meist geschlossen – wer trägt die Schuld?
Planschbecken im Vogelsang-Freibad Solingen seit Dezember 2021 immer wieder geschlossen
Das Planschbecken im Vogelsang-Familienbad in Solingen musste seit Dezember 2021 wiederholt geschlossen werden. Tatsächlich war es häufiger außer Betrieb als geöffnet – was bei lokalen Politikern zunehmend auf Unverständnis stößt. Die anhaltenden Probleme haben inzwischen nicht nur finanzielle Verluste verursacht, sondern auch scharfe Kritik am Krisenmanagement der Stadt ausgelöst.
Die CDU-Fraktion hatte die Verwaltung kürzlich gefragt, ob Entschädigungsforderungen für die entstandenen Verluste geprüft würden. Die Schadenssumme wird bisher auf über 50.000 Euro geschätzt. Doch die Antworten der Stadtverwaltung blieben vage und lieferten keine klaren Lösungsansätze.
„Niemand übernimmt Verantwortung“
Martin Röhrig, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses, übt offene Kritik an der Handhabung der Situation. Gleichzeitig stellt er die Führungskompetenz im städtischen Gebäudemanagement infrage. Laut Röhrig habe bisher niemand die Verantwortung für die wiederholten Versäumnisse übernommen, die zu der langwierigen Schließung des Beckens geführt hätten.
Die Probleme stehen im krassen Gegensatz zu jüngsten Erfolgen der Stadt, wie etwa der modernisierten Brandmeldeanlage im Finanzamt, die viel Lob erhalten hat. Währenddessen pflegt Solingens Oberbürgermeister weiterhin eine prägnante Medienpräsenz und inszeniert die Stadt regelmäßig mit ihren Erfolgsmeldungen.
Doch die anhaltende Schließung des Planschbeckens belastet die Stadt mit steigenden Kosten und ungelösten Fragen. Die Forderungen nach Aufklärung und Konsequenzen werden lauter – konkrete Schritte zur Behebung der Missstände bleiben jedoch aus. Die finanziellen und betrieblichen Folgen bleiben für die Solinger Verwaltung eine drängende Herausforderung.






