Solingens Neujahrsempfang diskutiert die Zukunft der freien Wohlfahrtspflege in der Region

Lina Koch
Lina Koch
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Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, eine Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.Lina Koch

Solingens Neujahrsempfang diskutiert die Zukunft der freien Wohlfahrtspflege in der Region

Solingen richtet traditionellen Neujahrsempfang aus – Fokus auf Zukunft der freien Wohlfahrtspflege

In Solingen fand kürzlich der jährliche Neujahrsempfang statt, bei dem kommunale und Landesvertreter:innen über die Zukunft der unabhängigen Wohlfahrtsverbände diskutierten. Die Veranstaltung unterstrich die zentrale Rolle dieser Organisationen für eine gerechte und solidarische Gesellschaft. Redner:innen betonten die Dringlichkeit einer stärkeren finanziellen Förderung, um deren langfristigen Bestand zu sichern.

Eröffnet wurde der Empfang von Dorothee Daun, Vorsitzende des Solinger Kreisverbands des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Im Anschluss richtete Ioanna Zacharaki, zweite stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt, ein Grußwort im Namen von Oberbürgermeister Daniel Flemm an die Gäste.

Dr. Marc Herbrand von der Bergischen Universität Wuppertal präsentierte Erkenntnisse einer Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen freier Wohlfahrtsverbände in der Region Bergisches Städtedreieck. Seine Forschung zeigt, dass ein erheblicher Teil der Beschäftigten im Sozialsektor bei Mitgliedern der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege angestellt ist. Die genaue Zahl der Mitarbeitenden in diesen Einrichtungen blieb jedoch ungenannt.

Zu den Teilnehmenden zählte auch Josef Neumann, Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags, sowie weitere Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Forderung nach verlässlichen Landesmitteln, um die wichtigen Dienstleistungen der Verbände dauerhaft zu gewährleisten.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband und seine Partner setzen sich weiterhin für Chancengleichheit, gesellschaftliche Teilhabe und hohe Qualitätsstandards in der Pflege ein.

Der Empfang unterstrich erneut den Appell an das Land, die freie Wohlfahrtspflege durch stabile Finanzierung abzusichern. Diese Organisationen bleiben unverzichtbar für eine funktionierende und solidarische Gesellschaft in der Region. Politiker:innen und Engagierte verließen die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Ziel, die Finanzierungsherausforderungen im kommenden Jahr anzugehen.