28 June 2026, 00:15

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch es fehlt der Masterplan

Former SPD-Landtagsabgeordneter Ernst Martin Walsken präsentiert Konzept für Solingens Innenstadt

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch es fehlt der Masterplan

Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein Mangel an Gastronomie und wenige soziale Begegnungsstätten belasten das Viertel wirtschaftlich und gesellschaftlich. Der Niedergang vollzieht sich seit Jahren schleichend, aber stetig.

Die Gründe für den Abwärtstrend sind vielfältig: Dienstleistungen verlagern sich in größere Städte, die industrielle Produktion wandert ins Ausland ab, und Discounter sowie der Onlinehandel dominieren den Markt. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des direkten Einflussbereichs der Stadt.

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Lokale Entscheidungsträger haben zwar Einzelprojekte und Fachstrategien angestoßen, doch ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt. Notwendig ist ein ganzheitlicher Ansatz für den gesamten Rings um die Innenstadt, der Stadtplanung, soziale, kulturelle, klimatische, verkehrstechnische und gemeinwesenorientierte Prioritäten vereint. Wichtige Bereiche wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, der Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel müssen dabei einbezogen werden.

Die Erarbeitung und Umsetzung eines solchen Plans wird Jahre dauern – daher muss jetzt gehandelt werden. Bürgerbeteiligung und externer Sachverstand sind unverzichtbar. Zudem braucht es mehr finanzielle Spielräume, um moderne, energieeffiziente Lösungen zu finanzieren und eine mobile, gut verdienende Bevölkerungsgruppe anzuziehen.

Die Stadt muss zügig ein Masterplan entwickeln, der alle Aspekte der Stadterneuerung abdeckt. Ohne ihn wird Solingens Innenstadt weiter verfallen. Der Erfolg des Plans hängt von breiter Mitwirkung und nachhaltigen Investitionen ab.

Quelle