Solingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Veranstaltungen
Lina KochSolingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Veranstaltungen
Am 29. Mai 2023 jährt sich der rassistische Brandanschlag von Solingen zum 30. Mal. Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird der Opfer und ihrer Fürsprecherin Mevlüde Genç gedacht. Der Tag umfasst eine Gedenkfeier, eine Ausstellung und einen Schweigemarsch.
Die Gedenkveranstaltungen beginnen mit einer offiziellen Zeremonie im Theater und Konzerthaus Solingen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird daran teilnehmen, ebenso wie Hendrik Wüst, Mona Neubaur und Josefine Paul von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens. Die Veranstaltung ist nur für geladene und angemeldete Gäste zugänglich.
Bereits am 28. Mai 2023 wird der Mercimek-Platz in Mevlüde-Genç-Platz umbenannt. Nach einem Gedenkgottesdienst werden vor der Unteren Wernerstraße vom Jugendwohlfahrtswerk Solingen Steelen mit Porträts der Opfer aufgestellt.
Am 29. Mai eröffnet im Zentrum für verfolgte Künste die Ausstellung „Den Opfern ein Gesicht, den Überlebenden eine Stimme geben“. Zur Eröffnung werden die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, sowie weitere Würdenträger erwartet. Den Abschluss des Tages bildet ein Schweigemarsch zur Mildred-Scheel-Schule, für den ein Shuttleservice für ältere und mobilitätseingeschränkte Teilnehmer organisiert wird.
Die Umbenennung des Platzes und die Enthüllung der Steelen sind dauerhafte Zeichen des Gedenkens. Ausstellung und Marsch ehren das Andenken der Betroffenen. Die Veranstaltungen markieren einen bedeutenden Moment der Erinnerung für die Stadt und das ganze Land.






