26 June 2026, 08:13

Silvester-Albtraum: Rentnerpaar flieht vor Böllern – und landet im Lärmchaos

Feuerwerk 'deutlich schwerer als im letzten Jahr'

Silvester-Albtraum: Rentnerpaar flieht vor Böllern – und landet im Lärmchaos

Ein Rentnerpaar aus Dorsten suchte an Silvester Ruhe – doch in Schneverdingen erlebte es das Gegenteil. Rita und Wilhelm Zachraj hatten sich zusammen mit ihrem ängstlichen Hund Odin auf einen besinnlichen Jahreswechsel in der Lüneburger Heide gefreut. Stattdessen wurden sie von ununterbrochenem Feuerwerkslärm vom Morgen bis zum nächsten Tag belästigt.

Die Zachrajs leben mit Odin, einem Straßenhund aus Ungarn, der unter Lärmangst leidet, normalerweise in Dorsten. Um dem alljährlichen Feuerwerk zu entgehen, reisten sie nach Schneverdingen – angezogen von dessen Ruf als ruhiges Reiseziel. Die Tourismuswerbung hatte einen friedlichen Silvesterabend in der Region versprochen.

Doch in diesem Jahr zog es viele „Feuerwerksflüchtlinge“ in die Lüneburger Heide – doch die Nachfrage nach Böllern blieb unvermindert hoch. Schon ab 11 Uhr morgens in der Nähe des Naturschutzgebiets begann ein nicht enden wollendes Knallen. Rita Zachraj fühlt sich von der Werbung getäuscht und bereut die Entscheidung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Paar unterstützt ein generelles Böllerverbot und hat eine Petition der Berliner Polizeigewerkschaft unterzeichnet, die bereits über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt hat. Eine aktuelle Online-Umfrage im Heidekreis ergab, dass 65 Prozent der Befragten für ein Verbot sind, während 35 Prozent dagegen stimmen. Trotz der Schäden, die Feuerwerk im Landkreis anrichtet, bleibt die Debatte über Einschränkungen jedoch ungelöst.

Die Erfahrungen haben die Zachrajs in ihrer Haltung bestärkt. Sie hoffen nun auf strengere Regeln zum Schutz von Tieren und Anwohnern. Die Umfrageergebnisse deuten auf wachsende öffentliche Unterstützung für einen Wandel hin – doch ob es zu konkreten Maßnahmen kommt, bleibt ungewiss.

Quelle